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Liebeszeller Mission

Liebeszeller Mission

Drei, zwei, eins – meins. Was Materialismus mit uns macht

Veröffentlichung:1.1.2017

Die Ausgabe Mission weltweit mit 32 Seiten beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkungen Materialismus auf Menschen, Gesellschaften und den christlichen Glauben hat. Anhand von Berichten aus Malawi, Papua Neuguinea, Ecuador, Sambia, Spanien, Indonesien und Japan wird deutlich, wie das Streben nach Besitz, Wohlstand und finanzieller Sicherheit das Leben von Menschen prägt. Die Autorinnen und Autoren schildern persönliche Erfahrungen mit Armut, Wohlstand, Konsum, Wohlstandsevangelium, Vertrauen auf Gott und christlicher Nachfolge. Dabei wird deutlich, dass Materialismus kein Problem wohlhabender Gesellschaften allein ist, sondern Menschen weltweit betrifft. Die Beiträge zeigen, wie Christinnen und Christen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten nach Wegen suchen, verantwortungsvoll mit Besitz umzugehen und ihren Glauben nicht vom Wunsch nach immer mehr bestimmen zu lassen. Die Ausgabe regt dazu an, über eigene Wertvorstellungen nachzudenken und den Unterschied zwischen materiellem Reichtum und dem Reichtum des Glaubens zu reflektieren.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II bei Themen wie Konsumgesellschaft, Lebensgestaltung, Glück, Werte, Gerechtigkeit, Armut und Reichtum, Nachfolge Jesu oder christliche Ethik. Die unterschiedlichen Länderberichte ermöglichen einen multiperspektivischen Zugang zum Thema Materialismus. Die Lernenden können arbeitsteilig verschiedene Beiträge analysieren und anschließend vergleichen, wie Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen mit Besitz und Geld umgehen. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung der Erfahrungen aus armen und reichen Gesellschaften. Die Texte laden dazu ein, eigene Konsumgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und die Frage zu diskutieren, was Menschen wirklich für ein gelingendes Leben brauchen. Die Berichte bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für biblische Texte wie die Bergpredigt, die Geschichte vom reichen Jüngling, das Gleichnis vom reichen Kornbauern oder Jesu Worte über Schätze im Himmel. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten, Debatten, Placemat Methoden, Rollenspiele, Interviews, ethische Fallanalysen oder die Erstellung von Wertekarten. Auch ein Vergleich zwischen gesellschaftlichen Erfolgsbildern und christlichen Vorstellungen eines gelungenen Lebens eröffnet intensive Reflexionsprozesse. Die authentischen Lebensgeschichten fördern Empathie, Perspektivwechsel und die Fähigkeit der Lernenden, gesellschaftliche Entwicklungen aus christlicher Perspektive zu beurteilen. Besonders die Beispiele aus Ecuador, Indonesien und Spanien zeigen eindrucksvoll, wie Menschen bewusst auf materiellen Wohlstand verzichten, um andere Werte in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen.

Malawi: „Kann ein Kind Gottes arm sein?“

Der Beitrag thematisiert das sogenannte Wohlstandsevangelium und die Vorstellung, dass gläubige Menschen zwangsläufig materiell erfolgreich sein müssten. Die Lernenden analysieren die Argumente der Gesprächspartner und vergleichen sie mit biblischen Aussagen über Armut und Reichtum. Im Unterricht kann eine Debatte zur Frage durchgeführt werden, ob materieller Wohlstand ein Zeichen göttlichen Segens ist. Ebenso bietet sich die Arbeit mit Bibelstellen über Armut und Gerechtigkeit an.


Papua Neuguinea: „Wer hat, der hat!?“

Der Bericht beschreibt die gesellschaftlichen Veränderungen durch steigenden Wohlstand und die damit verbundenen Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft. Die Lernenden untersuchen Chancen und Risiken wirtschaftlicher Entwicklung. Sie analysieren die Folgen von Konsumorientierung, diskutieren den Zusammenhang von Wohlstand und Lebensqualität und vergleichen die Situation mit ihrer eigenen Lebenswelt. Eine Pro und Contra Diskussion zu den Auswirkungen von Wohlstand bietet sich an.


Ecuador: „Werte und Mehr Werte“

Anhand der Lebensgeschichte von Miguel und Raquel wird gezeigt, wie Menschen bewusst andere Prioritäten als materiellen Wohlstand setzen. Die Lernenden analysieren die Lebensentscheidungen des Ehepaares und setzen sich mit der Frage auseinander, welche Werte ihr eigenes Leben bestimmen. Im Unterricht können Wertekarten erstellt, Prioritätenlisten entwickelt oder persönliche Lebensziele reflektiert werden. Der Beitrag eignet sich besonders für ethische Urteilsbildung.


Sambia: „Money Money Money“

Der Artikel setzt sich kritisch mit dem Wohlstandsevangelium, finanziellen Verlockungen und dem Umgang mit Besitz auseinander. Gleichzeitig werden positive Beispiele von Großzügigkeit vorgestellt. Die Lernenden untersuchen unterschiedliche Haltungen zu Geld und Reichtum. Anhand von Fallbeispielen diskutieren sie verantwortliches Handeln, Solidarität und christliche Nächstenliebe. Die Beispiele eignen sich für Dilemma Diskussionen und Fallanalysen.


Spanien: „Einmal so richtig fett absahnen“


Der Beitrag greift die spanische Lotteriekultur auf und verbindet sie mit der Frage nach Sicherheit, Wohlstand und Berufung. Die Geschichte von Daniel und seiner Familie zeigt, wie Menschen materielle Sicherheiten aufgeben, um einem als göttlich verstandenen Auftrag zu folgen. Im Unterricht diskutieren die Lernenden die Bedeutung von Vertrauen, Berufung und Lebensentscheidungen. Eine kreative Aufgabe könnte darin bestehen, einen Brief aus der Perspektive Daniels zu verfassen oder eigene Lebensziele mit den Entscheidungen der Familie zu vergleichen.


Indonesien: „Das Wunderhaus“

Der Bericht erzählt die Geschichte eines Ehepaares, das nach einer existenziellen Krise Gottes Fürsorge erlebt und dabei lernt, weniger auf materielle Sicherheit zu vertrauen. Die Lernenden analysieren die Erfahrungen von Malo und Lisa und diskutieren die Rolle von Vertrauen, Hoffnung und Glauben in Krisensituationen. Der Text eignet sich für biografisches Lernen sowie für die Frage, was Menschen Halt gibt, wenn Sicherheiten wegfallen.


Japan: „Wertvoller als Schätze und Materielles“

Der Beitrag thematisiert die Suche nach dem wirklich Wertvollen in einer hoch entwickelten Konsumgesellschaft. Die Lernenden untersuchen, welche Bedeutung Besitz und Status in modernen Gesellschaften haben und welche Alternativen christlicher Glaube anbieten kann. Der Text eignet sich für Vergleiche zwischen verschiedenen Wertsystemen und Lebensentwürfen.


Sonderbeitrag: „Zeichen setzen in einer vom Materialismus geprägten Gesellschaft“ (Martin Kocher)

Der bekannte Schweizer Ökonom Martin Kocher reflektiert gesellschaftliche Entwicklungen rund um Konsum, Wohlstand und Lebenszufriedenheit. Im Unterricht können die Lernenden wirtschaftliche und ethische Perspektiven miteinander vergleichen. Besonders geeignet ist der Beitrag für die Oberstufe und für fächerübergreifende Kooperationen mit Wirtschaft oder Sozialwissenschaften.


Klartext: „Darf man wütend sein?“

Der kurze Impuls beschäftigt sich mit dem Umgang mit Wut aus christlicher Perspektive. Im Unterricht kann der Text als eigenständiger ethischer Impuls genutzt werden. Die Lernenden diskutieren, wie Menschen mit Emotionen umgehen können und welche Rolle Gerechtigkeitsempfinden im christlichen Glauben spielt.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Glücksbilder - Gesellschaft, Medien, Kultur

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