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Magazin ZeitspRUng

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„Und er/sie/es sah, dass es gut war…“

Gottesbilder im Film als Beispiel für „Diversity“

Veröffentlichung:9.3.2026

Der Beitrag analysiert sieben Spielfilme daraufhin, wie sie Gott darstellen, und erschließt diese als Unterrichtsmaterial für eine Reflexion über Diversity und Gottesbilder. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Gott kulturell dominant als „weißer alter Mann mit Bart" imaginiert wird – trotz alttestamentlicher Grundlagen (Gen 1,27; ruach als feminines Prinzip) und der Gottesebenbildlichkeit in ihrer Vielfalt. Vorgestellt werden: „Die Erschaffung der Welt" (ČSSR 1958, animiert, FSK 0), „Dogma" (USA 1999, FSK 16, Gott als Frau), „Bruce Allmächtig" (USA 2003, FSK 6, Gott als Schwarzer Mann), „Karo und der liebe Gott" (Österreich 2006, FSK 0), „Life of Pi" (USA 2012, FSK 12, multireligiöse Perspektive), „Das brandneue Testament" (Belgien 2015, FSK 12, Gott als Tyrann/Göttin), „Die Hütte" (USA 2017, FSK 12, trinitarischer Gott in ethnischer Vielfalt). Ergänzt durch ein Arbeitsblatt mit Filmausschnitt und Aufgaben zur Theodizee-Frage.

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Klassenstufe: 9–12 (Sek I/II), erschlossen aus der Komplexität der eingeforderten Urteilsleistungen (Theodizee, Trinität, Gottesebenbildlichkeit, anthropomorphe Gottesbilder), den FSK-Ratings (bis FSK 16 bei „Dogma") und dem Verweis auf den neuen Rahmenlehrplan mit dem Medienbildungs- und Diversity-Bereich. Einzelne Filme (z. B. „Karo und der liebe Gott", FSK 0; „Bruce Allmächtig", FSK 6) sind auch für Klasse 7–8 nutzbar.Curriculare Einbettung: Thematische Anknüpfungspunkte: Gottesbilder und Gottesbegriff, Theodizee, Trinität, Gottesebenbildlichkeit, interreligiöses Lernen, Medienbildung, Diversity. Der Beitrag leistet explizit einen Beitrag zur im Rahmenlehrplan geforderten „Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity)" und zur religiösen Narrations- und Partizipationskompetenz.Methodische Stärken: Die Filmauswahl ist theologisch-didaktisch durchdacht: Jeder Film repräsentiert ein anderes Segment des Gottesbildspektrums (naiv-traditionell, feministisch, multiethnisch, kindlich-alltäglich, multireligiös, satirisch-kritisch, trinitarisch). Der Vergleich mehrerer Darstellungen ermöglicht eine systematische Erarbeitung des Gottesbildbegriffs. Das Arbeitsblatt zum Film „Die Hütte" (Theodizee-Dialog Mack/Weisheit) ist exemplarisch gut geeignet für eine problemorientierte Einzel- oder Gruppenarbeit. Bemerkenswert: Die Autorin hält fest, dass in allen Filmen Gott anthropomorph dargestellt wird – eine meta-reflexive Beobachtung mit hohem didaktischem Potential.Besonderheiten: Für die Oberstufe bietet sich eine Weiterführung in der systematischen Gotteslehre an (via negativa, analogia entis, apophatische Theologie). Der Beitrag eröffnet implizit auch eine filmsprachliche Dimension: Wie kodiert das Kino das Göttliche? Licht, Stimme, Schweigen, Körper – all das kann analytisch ausgewertet werden.Differenzierung: Für Klasse 9–10: ein oder zwei Filmbeispiele; Fokus auf Beobachtung und Beschreibung (Wie wird Gott dargestellt? Was überrascht?). Für Sek II (11–12): Alle Filmbeispiele im Überblick, systematische Auswertung der Theodizee-Antworten, Vergleich mit neutestamentlichen Texten und dogmengeschichtlichen Gottesbildern.Mögliche Unterrichtsszenarien: Einstieg mit „Die Erschaffung der Welt" (FSK 0, kurz) als Provokation (naives Gottesbild); anschließend Gruppenarbeit mit je einem Film, Galerie-Präsentation der Gottesbilder; Plenumsdiskussion: Welches Bild kommt der eigenen Vorstellung am nächsten? Warum? Abschluss: Theologische Reflexion zu Gen 1,27 und der Vielfalt der Gottesbilder.Grenzen: Für die Nutzung der FSK-16-Produktion „Dogma" im schulischen Kontext ist Vorsicht geboten; ein Einverständnis der Schulleitung oder Eltern kann erforderlich sein. Die Verfügbarkeit der Filmausschnitte über Streamingdienste ist variabel und sollte vor Unterrichtseinsatz geprüft werden.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

Text

urheberrechtlich geschützt

24.4.2026

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Anregung

Menschen & Welt ,Bibel & Tradition

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Lernen mit heterogenen Lerngruppen ,Lernen über Heterogenität/Inklusion

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