Im Religionsunterricht lässt sich dieses Medium besonders gewinnbringend einsetzen, um Lernenden einen Zugang zu globalen Krisen aus einer religiösen und ethischen Perspektive zu eröffnen. Ein erster methodischer Schritt kann über die Bildbetrachtung erfolgen, etwa anhand der Fotografien aus Äthiopien, die Zerstörung und Alltagsleben zugleich zeigen. Lernenden können ihre Wahrnehmungen formulieren und Fragen entwickeln. Darauf aufbauend bietet sich eine inhaltliche Erarbeitung zentraler Themen wie Krieg, Leid, Hoffnung und gelebter Glaube an. Besonders fruchtbar ist die Verbindung zu biblischen Texten, etwa zu Friedensbotschaften oder zur Hoffnungsperspektive des Glaubens. In Gruppenarbeit können Lernenden unterschiedliche Rollen einnehmen, beispielsweise die Perspektive einer betroffenen Person oder einer Helferin, und diese in kreativen Formen darstellen. Ebenso eignet sich das Material für Diskussionen über Verantwortung, Solidarität und die Rolle von Religion in Konflikten. Eine handlungsorientierte Vertiefung kann durch Projekte erfolgen, etwa durch das Entwickeln von Informationskampagnen oder durch Reflexion des eigenen Lebens im Vergleich zu den dargestellten Lebenssituationen. Ziel ist es, Empathie, Urteilsfähigkeit und ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu fördern.