Klassenstufe: Klasse 6 (explizit im Artikel angegeben). Die Anforderungsniveaus der drei Arbeitsblätter sind gestaffelt: AB 1 bewegt sich auf reproduktivem Niveau (Gamification, Kreuzworträtsel), AB 2 und AB 3 verlangen zunehmend eigenständige Deutungs- und Gestaltungsleistungen und sind damit besonders für leistungsstärkere Schüler*innen der Mittelstufe geeignet.
Thematische Verortung im katholischen RU: Der Artikel stammt aus evangelischem Kontext, ist aber ohne inhaltliche Abstriche im katholischen Religionsunterricht einsetzbar. Relevante Lernbereiche sind: Kirchenraumpädagogik und Sakralräume, christliche Symbole und Liturgie (Altar, Kreuz, Taufe, Bibel), Kreuzigung und Auferstehung Jesu, interreligiöser Dialog (Christentum – Islam), sowie digitale Medien im Religionsunterricht. Für den katholischen RU empfiehlt sich eine kurze Kontextualisierung, da die Kreuzkirche eine evangelische Kirche ist; der Vergleich mit einer katholischen Kirche kann als Erweiterungsaufgabe angeboten werden.
Besonderer didaktischer Wert: Das Medium des 360-Grad-Videos, das von Schülerinnen selbst erstellt wurde, hat einen doppelten Motivationseffekt: Die Entdeckerinnen erleben echte Peer-Produktion und werden gleichzeitig durch die gamifizierte Rallye (Anker, Kreuzworträtsel, Lösungswort) zur selbstgesteuerten Erkundung angeregt. Das Prinzip der Gamification senkt die Hemmschwelle und eignet sich besonders für leseungewohnte oder digital affine Lerngruppen.
AB 2 – Interreligiöses Gespräch: Der fiktive Dialog zwischen Arne und Fatima am Kreuzigungsfenster ist ein didaktisch gut konstruierter Impuls für interreligiöses Lernen. Er gibt sowohl die christliche Deutung der Kreuzigung (Sühne, Abendmahl, Erlösung) als auch die islamische Perspektive (Jesus als Prophet, kein Gottessohn) angemessen und respektvoll wieder. Lehrkräfte sollten sicherstellen, dass Schüler*innen ein ausreichendes Vorwissen zur Kreuzigung mitbringen, das im Artikel selbst vorausgesetzt wird. Aufgabe 2b fordert eine eigene begründete Stellungnahme – eine anspruchsvolle, aber zentrale Kompetenz im RU.
AB 3 – Altar gestalten: Die kreative Gestaltungsaufgabe (Zeichnen, Fotografieren, Collage) ermöglicht einen niedrigschwelligen, handlungsorientierten Zugang zur Symboldidaktik und fördert zugleich die Fähigkeit, theologische Bedeutungen in ästhetische Entscheidungen zu übersetzen. Sie eignet sich auch als Hausaufgabe oder als Projektarbeit.
Einsatz im Distanzunterricht: Alle drei Arbeitsblätter können ohne Anmeldung auf einer Plattform von zu Hause aus bearbeitet werden. Die Ergebnisse lassen sich abfotografieren und per E-Mail oder Lernplattform einsenden. Dies macht die Einheit besonders praxistauglich für hybride oder reine Fernunterrichtsszenarien.
Hinweis zur Technik: Das verlinkte 360-Grad-Video (Thinglink) erfordert einen stabilen Internetzugang und funktioniert am besten im Browser auf Tablet oder PC. Bei einzelnen Ankern können technische Fehler auftreten, was die Autorin ausdrücklich benennt und für SuS-Projekte als charakteristisch einordnet.