Didaktisch eignet sich das Medium im katholischen Religionsunterricht, um zentrale Felder christlicher Ethik und Spiritualität miteinander zu verknüpfen, Umkehr Armut als Freiheit Schöpfungsverantwortung Gewaltfreiheit und interreligiöser Dialog. Ein sinnvoller Einstieg ist ein Bild und Rollenimpuls, Lernende sammeln zunächst gängige Franziskus Bilder und markieren anschließend, was im Medium als radikal und herausfordernd erscheint. Danach kann die Erarbeitung entlang eines dreifachen Lernpfads erfolgen, Biografie als Umkehrweg Schöpfung als Beziehung Friedenshandeln als Praxis. Methodisch bietet sich eine Arbeit mit Entscheidungsmomenten an, die Klasse identifiziert Wendepunkte und formuliert jeweils, was Franziskus verliert und was er gewinnt, etwa Besitz gegen Freiheit Ruhm gegen Sinn Distanz gegen Nähe. Für die Schöpfungsperspektive kann ein Textauszug des Sonnengesangs oder eine paraphrasierte Version genutzt werden, Lernende gestalten daraus eine Schöpfungskarte, in der jedes Element einen eigenen Wert erhält und der Mensch nicht oben steht, sondern als Teil des Ganzen eingeordnet wird. Die beiden Legenden eignen sich für interpretierende Methoden, bei den Vögeln als Symbol für Würde jedes Geschöpfes, beim Wolf als Modell für Konfliktanalyse, Lernende beschreiben Konflikt Ursache Bedürfnis und mögliche Ausgleichslösungen und übertragen das auf heutige Konflikte in Schule Netz Gesellschaft oder Umwelt. Der Abschnitt zur Begegnung mit dem Sultan ermöglicht eine Einheit zu Frieden und Religion, hier kann ein Dialog Rollenspiel gestaltet werden, in dem Respekt Zuhören und Gewaltfreiheit als religiöse Praxis eingeübt werden, ohne missionarischen Triumph, sondern mit dem Ziel Verständigung. Theologisch kann der Zusammenhang zur Bibel erschlossen werden, etwa Selig die Frieden stiften, Sendung zu den Armen, Geschwisterlichkeit in Christus und die Idee des Menschen als Hüter der Schöpfung. Für die Urteilsbildung ist eine Diskussion hilfreich, ob freiwillige Armut heute als Lebensstil oder als Haltung der Genügsamkeit verstanden werden kann und welche Konsequenzen das für Konsum und Klimagerechtigkeit hätte. Als Abschluss eignet sich eine Handlungsaufgabe, die Lernenden formulieren eine Klassenregel des Friedens und eine konkrete Schöpfungsaktion, die die Ursache eines Problems angeht, nicht nur das Symptom, und begründen diese aus der franziskanischen Perspektive.