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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Wie hat Jesus das geschafft, 5000 Leute satt zu machen?

Veröffentlichung:13.5.2024

Die Folge des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ beschäftigt sich mit der biblischen Erzählung von der Speisung der 5000. Ausgangspunkt ist die Frage des neunjährigen Elias, wie Jesus es geschafft habe, 5000 Menschen satt zu machen. Im Gespräch mit dem elektrischen Mönch wird zunächst die biblische Geschichte zusammengefasst. Viele Menschen sind Jesus gefolgt und haben nicht genügend Essen bei sich. Jesus lässt die Menschen sich in Gruppen zusammensetzen. Fünf Brote und zwei Fische werden verteilt und am Ende werden alle satt. Im Medium wird betont, dass die Geschichte nicht als Zauberei verstanden werden soll. Stattdessen wird eine Deutung angeboten, nach der das eigentliche Wunder darin besteht, dass Menschen bereit sind, miteinander zu teilen. Die Menschen sitzen gemeinsam im Kreis, begegnen sich auf Augenhöhe und sind gleich wichtig. Wenn alle etwas von dem geben, was sie besitzen, kann genug für alle vorhanden sein. Zugleich wird die Geschichte als Ermutigung verstanden, gemeinsam schwierige Aufgaben zu bewältigen. Jesus unterstützt Menschen dabei, Gutes zu tun und aus einem kleinen Anfang etwas Größeres entstehen zu lassen. Die Folge hebt außerdem hervor, dass die Erzählung von der Speisung der vielen Menschen in allen vier Evangelien vorkommt und damit innerhalb der biblischen Überlieferung eine besondere Bedeutung besitzt.

Das Video ist eine Episode des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“, in der die biblische Erzählung von der Speisung der 5000 thematisiert wird. Ausgangspunkt ist die Kinderfrage: Wie hat Jesus es geschafft, 5000 Menschen satt zu bekommen? Die Geschichte wird in ihrem biblischen Kontext geschildert: Jesus predigt in der Wüste, viele Menschen folgen ihm, doch es fehlt an Nahrung. Mit fünf Broten und zwei Fischen werden schließlich alle satt, und es bleiben sogar Körbe übrig. Besonders hervorgehoben wird, dass diese Erzählung das einzige Wunder ist, das in allen vier Evangelien – bei Evangelium nach Matthäus, Evangelium nach Markus, Evangelium nach Lukas und Evangelium nach Johannes – überliefert ist. Im Podcast wird die Geschichte nicht als Zaubertrick verstanden, sondern als Zeichenhandlung: Das eigentliche „Wunder“ liegt im Teilen, in der Gemeinschaft und im Vertrauen darauf, dass aus dem Wenigen durch Solidarität und Gottes Beistand mehr wird.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht zu den Themen Jesus, Wundererzählungen, Teilen, Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Solidarität, Nächstenliebe, Verantwortung und biblische Geschichten. Die kindliche Ausgangsfrage ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zur Erzählung. Viele Lernende werden sich ebenfalls fragen, wie fünf Brote und zwei Fische für eine große Menschenmenge reichen können. Diese Irritation sollte didaktisch genutzt und nicht vorschnell aufgelöst werden. Die Frage nach dem Wunder kann dazu führen, unterschiedliche Möglichkeiten des Verstehens biblischer Texte kennenzulernen.

Vor dem Hören kann die Ausgangsfrage „Wie kann man 5000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen satt bekommen?“ in den Raum gestellt werden. Die Lernenden können zunächst Vermutungen äußern. Dabei sollte noch keine Bewertung vorgenommen werden. Einige Lernende werden möglicherweise an ein übernatürliches Wunder denken, andere an das Teilen vorhandener Vorräte. Die unterschiedlichen Vorstellungen können gesammelt und nach dem Hören erneut aufgegriffen werden. So wird sichtbar, ob und wie sich die Deutungen verändert haben.

Während des Hörens kann ein einfacher Beobachtungsauftrag gestellt werden. Die Lernenden achten darauf, was in der Geschichte geschieht und welche Botschaften der elektrische Mönch darin erkennt. Anschließend können die Ergebnisse gemeinsam geordnet werden. Dabei bieten sich drei zentrale Bereiche an: Gemeinschaft, Teilen und Vertrauen auf Jesus. Die Lernenden können herausarbeiten, dass die Menschen zunächst in Gruppen zusammensitzen, dass sie miteinander teilen und dass aus dem vorhandenen Wenigen schließlich genug für alle wird.

Besonders gut eignet sich das im Medium verwendete Bild des Kreises für die Weiterarbeit. Der elektrische Mönch weist darauf hin, dass Menschen, die im Kreis sitzen, einander anschauen können und niemand an einer hervorgehobenen Position sitzt. Dies kann unmittelbar im Klassenraum erfahrbar gemacht werden. Die Lerngruppe kann sich selbst in einem Kreis zusammensetzen und anschließend überlegen, wie sich eine solche Sitzordnung im Vergleich zu einer klassischen Sitzordnung anfühlt. Daraus kann ein Gespräch über Gleichwertigkeit entstehen. Die Lernenden können überlegen, was es bedeutet, dass jeder Mensch wichtig ist und niemand aufgrund seines Berufes, seiner Herkunft, seines Besitzes oder seiner Stellung mehr wert ist als ein anderer.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Teilen. Die Lernenden können zunächst Situationen aus ihrem Alltag sammeln, in denen Menschen etwas miteinander teilen. Dabei muss es nicht nur um Lebensmittel oder Gegenstände gehen. Auch Zeit, Aufmerksamkeit, Wissen, Hilfe und Freundlichkeit können geteilt werden. Anschließend kann die Frage gestellt werden, warum Teilen manchmal schwierig ist. Die Lernenden können überlegen, welche Gedanken ein Mensch haben könnte, der selbst nur wenig besitzt und dennoch gebeten wird, davon etwas abzugeben. Dadurch wird die moralische Dimension der Geschichte greifbar.

Die im Medium vertretene Deutung, dass das eigentliche Wunder im Teilen der Menschen liegt, sollte im Unterricht als eine mögliche Auslegung der biblischen Geschichte gekennzeichnet werden. Die Lernenden können auch andere Deutungen kennenlernen. Manche Menschen verstehen die Erzählung stärker als Zeichen der göttlichen Macht Jesu. Andere sehen in ihr vor allem ein Symbol dafür, dass Gemeinschaft und Teilen Mangel überwinden können. Gerade diese unterschiedlichen Deutungsmöglichkeiten bieten einen guten Zugang zum Umgang mit biblischen Wundererzählungen. Die Lernenden können erkennen, dass biblische Texte nicht nur danach fragen lassen, was damals geschehen sein könnte, sondern auch danach, welche Bedeutung eine Erzählung für Menschen heute haben kann.

Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit an. Eine Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, was die Geschichte über Jesus aussagt. Eine zweite Gruppe untersucht, was die Geschichte über die Menschen erzählt. Eine dritte Gruppe überlegt, welche Bedeutung das Teilen hat. Eine vierte Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, warum die Geschichte auch heute noch wichtig sein könnte. Anschließend präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse und vergleichen ihre Deutungen.

Für eine kreative Vertiefung können die Lernenden die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven nacherzählen. Möglich ist beispielsweise die Sicht eines Kindes, das eines der Brote besitzt, die Sicht eines Jüngers, der die große Menschenmenge sieht, oder die Sicht eines Menschen, der zunächst nichts zu essen hat und schließlich satt wird. Dadurch können die Lernenden sich in unterschiedliche Figuren hineinversetzen und die emotionale Bedeutung der Erzählung erschließen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ein Gedankenexperiment durchzuführen. Die Lernenden stellen sich vor, eine große Gruppe habe nur wenige Lebensmittel zur Verfügung. Sie überlegen gemeinsam, wie eine gerechte Verteilung aussehen könnte. Dabei können Fragen nach Bedürftigkeit, Gleichheit und Gerechtigkeit entstehen. Muss jeder genau gleich viel bekommen oder sollten Menschen mit größerem Bedarf mehr erhalten? Auf diese Weise lässt sich die biblische Erzählung mit ethischen Fragestellungen verbinden.

Die Aussage des Mediums, dass schwierige Aufgaben gemeinsam besser bewältigt werden können, kann ebenfalls auf die Lebenswelt der Lernenden übertragen werden. Sie sammeln Beispiele für Situationen, in denen Zusammenarbeit notwendig ist. Dabei können Erfahrungen aus Schule, Familie, Sport, Freizeit oder Gesellschaft einbezogen werden. Anschließend kann reflektiert werden, welche Voraussetzungen eine gute Gemeinschaft benötigt. Begriffe wie Vertrauen, Rücksichtnahme, Verantwortung, Teilen, Zuhören und gegenseitige Unterstützung können gesammelt und geordnet werden.

Für ältere Lernende kann die Information vertieft werden, dass die Speisung der vielen Menschen in allen vier Evangelien erzählt wird. Die Lernenden können untersuchen, warum eine Geschichte für die frühen christlichen Gemeinden so bedeutsam gewesen sein könnte. Dabei können sie erkennen, dass die Evangelien nicht nur über Jesus informieren wollen, sondern zugleich Glaubensaussagen formulieren. Die Speisungsgeschichte kann dabei als Ausdruck der Hoffnung verstanden werden, dass Jesus Menschen nicht alleinlässt und Gemeinschaft ermöglicht.

Als produktorientierte Aufgabe können die Lernenden ein Plakat mit dem Titel „Wenn alle teilen, reicht es für alle?“ gestalten. Darauf sammeln sie Beispiele aus ihrem Alltag und aus der Gesellschaft. Möglich sind Lebensmittel, Kleidung, Geld, Wissen, Zeit oder natürliche Ressourcen. Dabei kann die biblische Geschichte mit aktuellen Fragen nach Armut, Hunger und gerechter Verteilung verbunden werden, ohne dass die Lernenden mit komplexen gesellschaftlichen Problemen überfordert werden.

Zum Abschluss kann die ursprüngliche Frage von Elias erneut gestellt werden. Die Lernenden formulieren nun eine eigene Antwort darauf. Wichtig ist, dass unterschiedliche Antworten möglich bleiben. Eine Antwort kann das Wunder als Handeln Jesu verstehen. Eine andere kann das Teilen der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wieder eine andere kann beide Sichtweisen miteinander verbinden. Auf diese Weise lernen die Lernenden, dass religiöse Geschichten unterschiedliche Deutungen ermöglichen und dass eine begründete eigene Position entwickelt werden kann.


Fragestellungen zum Medium und Antworten

Welche Frage stellt Elias zu Beginn der Folge?

Elias möchte wissen, wie Jesus es geschafft hat, 5000 Menschen satt zu machen. Seine Frage bezieht sich auf eine bekannte biblische Wundererzählung.


Was geschieht in der Geschichte von der Speisung der 5000?

Eine große Menschenmenge ist bei Jesus und hat nicht genügend Nahrung. Es stehen nur wenige Brote und Fische zur Verfügung. Jesus lässt die Menschen sich zusammensetzen und die vorhandenen Lebensmittel werden verteilt. Schließlich werden alle satt und es bleibt sogar noch etwas übrig.


Wie viele Brote und Fische werden im Medium genannt?

Es werden fünf Brote und zwei Fische genannt. Trotz dieser kleinen Menge werden nach der biblischen Erzählung alle Menschen satt.


Warum ist diese Geschichte in der Bibel besonders wichtig?

Im Medium wird darauf hingewiesen, dass die Erzählung von der Speisung der vielen Menschen in allen vier Evangelien vorkommt. Dies wird als Hinweis darauf verstanden, dass die Geschichte für die frühen christlichen Gemeinden eine besondere Bedeutung hatte.


Ist die Geschichte nach der Erklärung des elektrischen Mönchs Zauberei?

Nein. Der elektrische Mönch betont ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Zaubertrick handelt. Die Geschichte soll vielmehr eine Botschaft über Gemeinschaft, Teilen und Vertrauen vermitteln.


Was ist nach der Deutung des Mediums das eigentliche Wunder?

Das eigentliche Wunder besteht nach dieser Deutung darin, dass Menschen bereit sind, das zu teilen, was sie besitzen. Obwohl sie selbst nicht viel haben, geben sie etwas ab und dadurch entsteht genug für alle.


Warum sollen die Menschen sich in Gruppen zusammensetzen?

Das Medium deutet das Sitzen im Kreis als Zeichen von Gemeinschaft und Gleichwertigkeit. Jeder Mensch kann die anderen sehen und niemand nimmt automatisch eine wichtigere Position ein.


Was bedeutet es, dass alle Menschen auf einer Höhe sitzen?

Damit wird ausgedrückt, dass alle Menschen gleich wichtig sind. Unterschiede zwischen angesehenen und weniger angesehenen Menschen sollen innerhalb der Gemeinschaft keine Rolle spielen.


Warum kann Teilen schwierig sein?

Teilen kann schwierig sein, wenn ein Mensch selbst nur wenig besitzt und nicht weiß, ob für ihn anschließend noch genug vorhanden ist. Wer teilt, muss deshalb manchmal Vertrauen haben und bereit sein, auf einen Teil des eigenen Besitzes zu verzichten.


Welche Bedeutung hat Jesus in der Geschichte?

Jesus ermutigt die Menschen dazu, gemeinsam zu handeln und das Vorhandene zu teilen. Im Medium wird außerdem die Vorstellung vertreten, dass Jesus Menschen dabei unterstützt, Gutes zu tun und aus einem kleinen Anfang etwas Größeres entstehen zu lassen.


Was können Menschen aus dieser Geschichte lernen?

Eine zentrale Botschaft besteht darin, dass schwierige Aufgaben gemeinsam bewältigt werden können. Außerdem macht die Geschichte deutlich, dass Teilen dazu beitragen kann, dass alle Menschen etwas bekommen.


Was bedeutet Teilen außer dem Teilen von Essen?

Menschen können auch Zeit, Aufmerksamkeit, Wissen, Unterstützung oder Freundlichkeit teilen. Damit kann die Botschaft der Geschichte auf viele Situationen des heutigen Lebens übertragen werden.


Kann die Geschichte unterschiedlich verstanden werden?

Ja. Manche Menschen verstehen sie vor allem als Wunder Jesu. Andere betonen die Bereitschaft der Menschen zum Teilen. Wieder andere verbinden beide Deutungen miteinander. Im Religionsunterricht können diese verschiedenen Sichtweisen miteinander verglichen werden.


Was hat die Geschichte mit Gemeinschaft zu tun?

Die Menschen handeln nicht allein, sondern gemeinsam. Sie sitzen zusammen, teilen miteinander und erleben, dass aus dem Wenigen genug werden kann. Gemeinschaft erscheint dadurch als etwas, das Menschen stärken und schwierige Situationen verändern kann.


Was hat die Geschichte mit Gerechtigkeit zu tun?

Die Geschichte stellt die Frage, wie vorhandene Güter so verteilt werden können, dass niemand leer ausgeht. Dadurch kann sie mit Fragen nach gerechter Verteilung, Armut und Verantwortung verbunden werden.


Was könnte die Geschichte heute bedeuten?

Sie kann Menschen dazu anregen, darüber nachzudenken, was sie besitzen und was sie mit anderen teilen können. Zugleich kann sie Mut machen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und darauf zu vertrauen, dass auch kleine Beiträge etwas verändern können.


Warum ist die Frage von Elias eine gute Glaubensfrage?

Sie beginnt mit einer konkreten Irritation und führt zu grundlegenden Fragen nach Jesus, Wundern, Gemeinschaft und Vertrauen. Dadurch zeigt sie, dass religiöses Lernen mit Fragen beginnen kann und nicht immer nur eindeutige Antworten liefern muss.


Didaktisch eignet sich diese Episode besonders für den Religionsunterricht der Klassen 3–6 im Rahmen einer Einheit zu Wundergeschichten Jesu oder zum Thema „Teilen und Gerechtigkeit“. Als Einstieg kann eine alltagsnahe Situation dienen: „Was würdet ihr tun, wenn 30 Kinder Hunger haben und nur fünf Brote da sind?“ Die Schülerinnen und Schüler entwickeln erste Lösungsstrategien. Anschließend wird die Podcastsequenz gehört. In einer strukturierten Auswertung werden folgende Aspekte erarbeitet: 1. Der Ort (Wüste als Mangelraum), 2. Die Ausgangslage (zu wenig Essen), 3. Die Handlung Jesu (Ordnung schaffen, Menschen in Gruppen setzen), 4. Das Teilen als Wendepunkt. Ein Tafelbild „Was ist das eigentliche Wunder?“ kann helfen, zwischen magischer Vorstellung und theologischer Deutung zu unterscheiden. Besonders wichtig ist die soziale Dimension: Wenn alle bereit sind zu teilen, reicht es für alle. Hier lässt sich eine Brücke zu aktuellen Themen schlagen – globale Gerechtigkeit, Lebensmittelverschwendung, Solidarität. Methodisch bieten sich Rollenspiele (eine Szene aus der Wüste darstellen), Gruppenarbeit zur Auslegung verschiedener Evangelienversionen oder eine kreative Aufgabe („Male dein Bild vom Wunder des Teilens“) an. Ebenso kann der Bezug zur Eucharistie hergestellt werden: Brot teilen als Zeichen der Gemeinschaft. Ziel ist es, die Wundergeschichte als Einladung zum solidarischen Handeln zu verstehen und nicht nur als spektakuläres Ereignis.

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