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Bildkarte: Vertrauen können

aus der ru-digital Bildkartensammlung für den Religionsunterricht

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Bild zeigt zwei Kinder, die sich auf einem schräg liegenden Baumstamm begegnen. Ein Kind steht bereits sicher oben, das andere ist noch auf dem Weg nach oben. Sie reichen sich die Hand. Die Szene wirkt ruhig, warm und vertrauensvoll. Der Baumstamm steht symbolisch für eine Herausforderung oder einen Übergang. Das Kind oben hilft nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Die Geste ist freiwillig, offen und freundlich. Das Bild thematisiert Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und das Wagnis, sich auf jemanden zu verlassen.

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Das Motiv des gemeinsamen Unterwegsseins und gegenseitigen Helfens lässt sich im Licht biblischer Vertrauensgeschichten deuten. Abraham und Sara (Gen 12–21) gehen ihren Weg nicht allein. Ihr Vertrauen in Gottes Verheißung ist zugleich ein gegenseitiges Vertrauen als Paar. Sie tragen Zweifel, Hoffnungen und Herausforderungen gemeinsam. Vertrauen bedeutet hier nicht nur Gottesvertrauen, sondern auch Vertrauen zwischen Menschen.


Psalm 23 betont Gottes Führung auf schwierigen Wegen. Doch Gott wirkt oft durch Menschen: durch Begleiterinnen und Begleiter, die helfen, stützen oder Mut machen. Auch im Neuen Testament wird Gemeinschaft als tragende Kraft beschrieben (Gal 6,2: „Einer trage des anderen Last“).


Das Bild kann daher als Gleichnis gelesen werden: Vertrauen wächst in Beziehung – zwischen Menschen und im Glauben an Gottes Begleitung. Wie das Kind seine Hand ausstreckt, so wird in der biblischen Tradition Gott als derjenige verstanden, der Beziehung anbietet und Vertrauen ermöglicht.


Das Bild eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zum Thema Vertrauen, Freundschaft und gegenseitige Verantwortung. Es bietet einen starken Lebensweltbezug, da Kinder Erfahrungen mit Helfen und Hilfe-Annehmen kennen.


Mögliche Leitfragen:


Warum reicht das Kind seine Hand?


Was braucht man, um Hilfe anzunehmen?


Wann hast du jemandem vertraut?


Wie haben Abraham und Sara einander vertraut?


Didaktisch kann ein Vergleich entstehen:


Vertrauen zwischen Kindern


Vertrauen zwischen Abraham und Gott


Vertrauen in der Familie


Vertrauen in Gott


Methodisch bieten sich Rollenspiele, Vertrauensübungen, Partneraufgaben oder das Schreiben eines „Vertrauensversprechens“ an.


Das Bild unterstützt die Entwicklung eines Gottesbildes, das Beziehung ermöglicht und Menschen befähigt, füreinander da zu sein..

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