Didaktisch eignet sich das Medium besonders für einen problemorientierten und historisch-theologischen Zugang im katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II. Methodisch empfiehlt sich ein Einstieg über Leitfragen wie: „Was lief in der Kirche falsch?“ oder „Wie entsteht religiöse Erneuerung?“ Nach der Rezeption des Mediums können Schüler*innen reformatorische Kerngedanken (sola fide, sola scriptura) herausarbeiten und mit katholischen Positionen vergleichen. In Gruppenarbeit lassen sich unterschiedliche Perspektiven analysieren (Luther, Papsttum, einfache Gläubige, Fürsten). Für die Vertiefung ist eine ökumenische Perspektive besonders fruchtbar: Welche Anliegen der Reformation sind bis heute relevant? Wo wurden Konflikte überwunden, wo bestehen Unterschiede fort? Methodisch bieten sich Zeitstrahlarbeit, Quellenimpulse (z. B. Thesen-Auszüge), Debattenformate sowie Gegenwartsbezüge zu Gewissen, Autorität und Reformfähigkeit der Kirche an. So wird die Reformation als Lernort für Kirche im Wandel erschlossen.