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m3 Erklärung und mehr

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Christkind oder Weihnachtsmann

Veröffentlichung:18.12.2024

In diesem Video geht es um das Christkind und den Weihnachtsmann. Wer war zuerst? Wo bringt wer die Geschenke? Eine Blick in die Geschichte und auf Traditionen verschiedener Regionen.

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, wer an Weihnachten die Geschenke bringt: das Christkind oder der Weihnachtsmann. Zunächst wird der heilige Nikolaus vorgestellt, der im vierten Jahrhundert als Bischof lebte und wegen seiner Hilfsbereitschaft und Wohltätigkeit verehrt wird. Im Zusammenhang mit der Reformation wird erläutert, dass Martin Luther die Verehrung von Heiligen zurückdrängen wollte und deshalb das Christkind als Gabenbringer bekannt machte. Auf diese Weise sollte die Aufmerksamkeit stärker auf die Geburt Jesu gelenkt werden. Anschließend beschreibt das Video die Entwicklung des Weihnachtsmannes, dessen Gestalt unter anderem vom heiligen Nikolaus und von unterschiedlichen Erzähltraditionen beeinflusst wurde. Im neunzehnten Jahrhundert verbreitete sich das Bild des gutmütigen alten Mannes mit rotem Mantel und weißem Bart besonders stark. Das Video geht außerdem auf regionale und konfessionelle Unterschiede in Deutschland ein. Das Christkind wird als himmlische Gestalt beschrieben, während der Weihnachtsmann den großzügigen Schenker verkörpert. Zugleich wird verdeutlicht, dass sich beide Traditionen heute häufig miteinander vermischen. Vom Weihnachtsfest unterschieden wird der Nikolaustag am 6. Dezember, an dem traditionell kleinere Geschenke verteilt werden. Abschließend erinnert das Video an die christliche Bedeutung von Weihnachten als Fest der Geburt Jesu sowie an Werte wie Liebe, Familie, Gemeinschaft und Frieden.

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Das Video eignet sich für den Religionsunterricht in der Grundschule und in den unteren Jahrgangsstufen der weiterführenden Schule. Es kann im Themenbereich Advent und Weihnachten eingesetzt werden und bietet einen lebensnahen Zugang, da viele Lernende eigene Erfahrungen mit dem Christkind, dem Weihnachtsmann und dem Nikolaus mitbringen. Die Leitfrage nach dem Gabenbringer weckt Neugier und ermöglicht es, familiäre Bräuche mit religiösen Überlieferungen und geschichtlichen Entwicklungen zu verbinden. Dabei sollte die Lehrkraft darauf achten, unterschiedliche Familientraditionen wertschätzend zu behandeln. Auch Lernende, die Weihnachten nicht religiös feiern oder einer anderen Religion angehören, sollen ihre Beobachtungen und Erfahrungen einbringen können.

Vor dem Anschauen kann die Frage gestellt werden: Wer bringt in deiner Familie die Geschenke und welche Erzählungen kennst du darüber? Die Antworten können gesammelt und nach Christkind, Weihnachtsmann, Nikolaus und anderen Traditionen geordnet werden. Eine weitere Einstiegsfrage lautet: Sind Nikolaus und Weihnachtsmann dieselbe Person? Die begründeten Vermutungen der Lernenden werden zunächst festgehalten und nach dem Anschauen überprüft.

Während der ersten Betrachtung erhalten die Lernenden den Auftrag, die drei Figuren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann zu erkennen und sich zu jeder Figur eine wichtige Information zu merken. Bei einer zweiten Betrachtung können sie eine Tabelle ausfüllen. Sinnvolle Kategorien sind Ursprung, Aussehen, Zeitpunkt des Erscheinens, religiöse Bedeutung und typische Geschenke. Auf diese Weise wird das genaue Zuhören gefördert und die Unterscheidung der Figuren gesichert. Jüngere Lernende können statt einer Tabelle passende Bilder, Begriffe und Aussagen einander zuordnen.


Nach dem Anschauen bieten sich folgende Fragestellungen mit möglichen Antworten an:

Wer war der heilige Nikolaus? Nikolaus war ein Bischof, der vermutlich im vierten Jahrhundert lebte. Er wurde bekannt, weil er armen und leidenden Menschen geholfen haben soll. An ihn erinnert der Nikolaustag am 6. Dezember.

Warum wurde das Christkind zum Gabenbringer? In der Zeit der Reformation wollte Martin Luther die Aufmerksamkeit weniger auf die Verehrung von Heiligen und stärker auf Jesus Christus richten. Deshalb wurde das Christkind mit der Bescherung verbunden. Die Geschenke sollten an die Geburt Jesu erinnern.

Wie entstand die Figur des Weihnachtsmannes? Der Weihnachtsmann entwickelte sich aus verschiedenen religiösen und kulturellen Einflüssen. Besonders bedeutsam war die Gestalt des heiligen Nikolaus. Später prägten Erzählungen und Bilder aus Europa und den Vereinigten Staaten sein heute bekanntes Aussehen.

Worin unterscheiden sich Nikolaus und Weihnachtsmann? Der Nikolaus erinnert an einen christlichen Bischof und wird am 6. Dezember gefeiert. Der Weihnachtsmann ist eine später entstandene Figur, die mit der Bescherung an Weihnachten verbunden wird. Beide Figuren ähneln sich, sind aber nicht dieselbe Person.

Was symbolisiert das Christkind? Das Christkind verweist auf die Geburt Jesu und damit auf den christlichen Ursprung des Weihnachtsfestes. In bildlichen Darstellungen erscheint es häufig als engelsgleiche Gestalt.

Welche Bedeutung hat der Weihnachtsmann? Der Weihnachtsmann steht vor allem für Großzügigkeit, Schenken und weihnachtliche Freude. Seine Darstellung mit rotem Mantel, Mütze, weißem Bart, Rentieren und Schlitten gehört zur modernen Weihnachtskultur.

Warum gibt es regionale Unterschiede? Bräuche haben sich im Laufe der Geschichte in den Regionen unterschiedlich entwickelt. Konfessionelle Prägungen spielten dabei eine Rolle. Heute sind die Grenzen jedoch weniger eindeutig, weil sich Traditionen vermischen und Familien eigene Formen des Feierns entwickeln.

Was ist wichtiger als die Frage nach dem Gabenbringer? Aus christlicher Sicht steht Weihnachten für die Geburt Jesu. Darüber hinaus verbinden viele Menschen das Fest mit Liebe, Frieden, Familie, Gemeinschaft, Hoffnung und gegenseitiger Zuwendung.

Zur Vertiefung können Kleingruppen jeweils eine Figur untersuchen und anschließend ein Kurzporträt präsentieren. Eine weitere Möglichkeit ist ein Rollengespräch, in dem Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann ihre Herkunft und ihre Bedeutung erklären. Dabei sollen die Lernenden nicht darüber entscheiden, welche Figur richtig oder falsch ist, sondern Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten. Für ältere Lernende bietet sich eine kritische Auseinandersetzung mit der Vermischung von Religion, Brauchtum, Werbung und Konsum an. Sie können untersuchen, wie die Figuren heute in Geschäften, Filmen, sozialen Medien und Familien dargestellt werden.

Als kreative Aufgabe können die Lernenden einen Brief aus der Perspektive einer der drei Figuren verfassen. Darin erklärt die Figur, wofür sie steht und welche Botschaft sie den Menschen an Weihnachten vermitteln möchte. Ebenso kann ein Plakat mit der Überschrift Wer bringt die Geschenke gestaltet werden. Darauf werden geschichtliche Informationen, religiöse Bedeutungen und heutige Bräuche zusammengeführt. Eine abschließende Gesprächsrunde kann die Frage aufnehmen, ob Geschenke den wichtigsten Sinn von Weihnachten ausmachen. Als Ergebnis sollten die Lernenden erkennen, dass Weihnachtsbräuche geschichtlich gewachsen sind, sich verändern können und je nach Familie oder Region unterschiedlich gestaltet werden. Zugleich sollen sie die Geburt Jesu als Grundlage des christlichen Weihnachtsfestes benennen und Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann voneinander unterscheiden können.

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5.3 In Gemeinschaft leben: Das Volk Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Ich und Wir – Christen leben in Gemeinschaft

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