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Westdeutscher Rundfunk (WDR)

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Halloween - von Kelten und Gespenstern

Veröffentlichung:17.12.2025

Der WDR-Lebenszeichen-Beitrag „Halloween – von Kelten und Gespenstern“ geht den historischen und religiösen Ursprüngen des heutigen Halloweenfestes nach. Ausgehend vom populären Brauch des „Süßes oder Saures“ zeigt das Feature, dass Halloween ursprünglich auf das keltische Neujahrsfest Samhain zurückgeht. Die Kelten begannen ihr Jahr am 1. November; die Nacht davor galt als Übergangszeit, in der die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten durchlässig wurde. Der Beitrag verfolgt den Weg dieses Festes von Europa über irische Auswanderer nach Amerika und von dort in kommerzialisierter Form zurück nach Europa. Besonders eindrücklich ist der Besuch der gälischsprachigen Insel Inis Mór, wo Samhain bis heute in archaischen Formen – mit Masken, Mummenschanz und ohne Kürbisse – begangen wird.

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Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Audiofeature einen fundierten religionsgeschichtlichen Zugang zu einem im Alltag von Kindern und Jugendlichen präsenten Brauch. Didaktisch eignet sich das Medium besonders, um zwischen ursprünglichen religiösen Bedeutungen, kultureller Transformation und heutiger Populärkultur zu unterscheiden. Schülerinnen und Schüler können erkennen, dass religiöse Feste keine statischen Größen sind, sondern sich im Laufe der Geschichte verändern, vermischen und neu gedeutet werden.


Methodisch empfiehlt sich ein vergleichender Zugang: Das keltische Samhain-Fest kann mit christlichen Festen wie Allerheiligen und Allerseelen in Beziehung gesetzt werden. Dabei lassen sich Gemeinsamkeiten (Gedenken an Tote, Übergangsmotive, Hoffnung über den Tod hinaus) ebenso herausarbeiten wie Unterschiede in theologischer Deutung und religiöser Praxis. Im katholischen Religionsunterricht eröffnet sich so die Möglichkeit, Fragen nach Tod, Jenseits, Angst, Hoffnung und Erinnerung altersgerecht zu thematisieren. Besonders geeignet ist das Medium auch für narrative und hörorientierte Methoden, etwa das bewusste Hören einzelner Passagen, das Gestalten von Vergleichstabellen oder kreative Anschlussaufgaben.


Zugleich ermöglicht das Feature eine kritische Auseinandersetzung mit der Kommerzialisierung religiöser Feste. Schülerinnen und Schüler können reflektieren, wie religiöse Symbole und Rituale im kulturellen Wandel ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren oder verändern und welche Chancen und Herausforderungen darin liegen. Der Beitrag fördert damit religiöse Deutungskompetenz, kulturelle Sensibilität und ein vertieftes Verständnis für vorchristliche Religionen, ohne diese zu romantisieren oder zu dämonisieren. Insgesamt eignet sich das Medium für einen lebensweltorientierten, kultur- und religionssensiblen Religionsunterricht.

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17.12.2025

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Menschen & Welt ,Kirche

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