RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Clauß Peter SajakWiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Clauß Peter Sajak,

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Interreligiöses Lernen Grundschule

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt die Bedeutung des interreligiösen Lernens in der Grundschule als dem einzigen verpflichtenden Schultyp in Deutschland. Er zeigt, dass religiöse Vielfalt in Grundschulen heute selbstverständlich ist, und erörtert, wie evangelischer, katholischer, islamischer und jüdischer Religionsunterricht interreligiöse Kompetenzen vermitteln. Der Fokus liegt auf altersgerechten Methoden wie gemeinsamen Festen, persönlichen Begegnungen und der Vermittlung religiöser Symbole.

Products

Der Artikel von Clauß Peter Sajak analysiert interreligiöses Lernen als pädagogisches Konzept in der deutschen Grundschule. Da die Grundschule die einzige Schulform ist, die alle Schülerinnen und Schüler besuchen müssen, kommt ihr für interreligiöse Lernprozesse eine besondere Bedeutung zu. Der historische Kontext des Weimarer Schulkompromisses (1920) erklärt die Entstehung von Konfessionsschulen, die heute jedoch durch steigende religiöse Pluralität faktisch zu Gemeinschaftsschulen geworden sind. Interreligiöses Lernen findet nicht nur im formal strukturierten Religionsunterricht, sondern auch im Schulleben durch Begegnungen, Diskussionen und Schulpastoral statt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) haben explizit Standards für interreligiöses Lernen formuliert, wobei die katholische Seite konkretere Bildungsstandards für die Grundschule entwickelt hat. Der Schwerpunkt liegt auf dem trialogschen Ansatz zwischen Judentum, Christentum und Islam. Der islamische und jüdische Religionsunterricht bewerten die Notwendigkeit interreligiösen Lernens unterschiedlich: während der islamische Unterricht in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen interreligiöse Dimensionen verankert hat, konzentriert sich der jüdische Unterricht zunächst auf die Vermittlung der eigenen Tradition. Für die Gestaltung des interreligiösen Lernens in der Grundschule empfiehlt der Artikel lebensweltliche und ganzheitliche Ansätze, die dem Alter und den Verstehensvoraussetzungen der Kinder entsprechen. Als zentrale methodische Großformen werden die gemeinsame Gestaltung religiöser Feste, personalisierte Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Religionen sowie die Einführung in religiöse Symbole identifiziert.

Text

urheberrechtlich geschützt

12.5.2026

_

_

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.