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Begegnung von Mensch zu Mensch

Unterschiedliche Machtverhältnisse im Fokus Dialogischen Lernens

Veröffentlichung:16.12.2025

Das fachdidaktische Material „Begegnung von Mensch zu Mensch – Unterschiedliche Machtverhältnisse im Fokus dialogischen Lernens“ aus rpi-Impulse 2|2025 stellt ein dialogisches Unterrichtsprojekt für die Sekundarstufe II und die Berufsschule vor. Ausgangspunkt ist eine konkrete, medial vermittelte Begegnung: ein Videoausschnitt eines Treffens zwischen den Präsidenten Selenskyj und Trump im Weißen Haus (Februar 2025), das ohne Ton gezeigt wird. Anhand von Gestik, Mimik und Körpersprache analysieren die Lernenden unterschiedliche Machtverhältnisse, emotionale Haltungen und dialogische Blockaden. Ziel des Materials ist es, Dialogfähigkeit als demokratische Schlüsselkompetenz erfahrbar zu machen und Jugendliche für respektvolle, gleichberechtigte Begegnungen in einer pluralen Gesellschaft zu sensibilisieren.

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Didaktisch ist das Material stark kompetenzorientiert angelegt und verbindet politische Bildung, Demokratiebildung und religiöse Bildung auf überzeugende Weise. Im Zentrum steht das dialogische Lernen als Haltung, Methode und Unterrichtsprinzip. Besonders für den katholischen Religionsunterricht ist dieser Ansatz fruchtbar, da er unmittelbar an das christliche Menschenbild, an die unantastbare Würde jeder Person sowie an die ethische Dimension von Beziehung und Kommunikation anknüpft.

Methodisch wird bewusst ein ungewöhnlicher Zugang gewählt: Das Video wird stumm gezeigt, um politische Bewertungen auf der Sachebene zunächst auszuklammern und stattdessen den Blick auf innere Haltungen, Gefühle und Machtasymmetrien zu lenken. Diese Reduktion ermöglicht auch lernschwächeren oder sprachlich unsicheren Schüler:innen einen niedrigschwelligen Einstieg. In Einzel-, Partner- und Plenumsphasen reflektieren die Lernenden zunächst fremde Begegnungen und übertragen die gewonnenen Einsichten anschließend auf eigene biografische Erfahrungen aus Schule, Familie oder Ausbildung.

Für den katholischen Religionsunterricht bietet sich hier eine enge Verbindung zu zentralen theologischen Leitmotiven an: Dialog als Ausdruck von Nächstenliebe, die Unterscheidung zwischen Person und Position, die biblische Vorstellung von Gleichwertigkeit aller Menschen vor Gott sowie die ethische Verantwortung im Umgang mit Macht. Besonders hervorzuheben ist die klare didaktische Grenzziehung: Demokratiefeindliche, rassistische, antisemitische oder homophobe Positionen werden nicht relativiert, wohl aber wird die Würde der jeweiligen Person gewahrt. Damit wird ein anspruchsvoller, aber notwendiger Balanceakt zwischen Offenheit und normativer Orientierung vollzogen, der dem Selbstverständnis des katholischen Religionsunterrichts entspricht.

In der konkreten Umsetzung eignet sich das Material für Projektstunden (2–4 Unterrichtsstunden), für fächerübergreifende Kooperationen mit Ethik oder Politik sowie für dialogische Lernsettings in heterogenen Lerngruppen. Besonders wertvoll ist die abschließende Phase der Visualisierung oder des Rollenspiels, in der dialogische Haltungen konkret eingeübt und langfristig im Klassenraum sichtbar gemacht werden können. So wird Demokratie nicht nur thematisiert, sondern praktisch erlebt.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

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16.12.2025

konfessionelle Kooperation ,Interreligiöser Dialog

Unterrichtseinheit

Menschen & Welt ,Religionen

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