Der Text eignet sich hervorragend, um die Berufung Levis erzählerisch und atmosphärisch dicht einzuführen. Besonders im katholischen Religionsunterricht bietet die Darstellung eine gute Grundlage, über Berufung, Würde des Menschen und die besondere Art von Jesu Zuwendung zu sprechen. Die Szene zeigt deutlich, wie Jesus Menschen ansieht: aufmerksam, wertschätzend, fragend. Dieser Fokus auf den Blick Jesu kann zentraler Lernimpuls sein („Wie schaut Jesus Levi an? Wie würde Jesus mich anschauen?“).
Methodisch ist der Text vielseitig einsetzbar:
- – Szenisches Lesen: Verschiedene Rollen – Jesus, Levi, Beobachtende – können mit unterschiedlichen Betonungen gelesen oder als Standbilder dargestellt werden.
- – Bild-Text-Vergleich: Passend zu ru-digital kann die Szene mit Bildkarten ergänzt werden, um die Atmosphäre zu visualisieren.
- – Gefühlsanalyse: Lernende markieren Textstellen, in denen Levi bedrückt wirkt und solche, in denen Hoffnung aufkommt. Dadurch wird die innere Wandlung erfahrbar.
- – Impuls für persönliche Deutung: Die Lernenden können eigene „Einladungen zum Aufstehen“ formulieren – Situationen, in denen sie selbst Mut fassen müssen oder in denen Zuspruch wichtig ist.
- – Bibelarbeit: Der Text wird anschließend mit der biblischen Perikope verglichen. Daraus entstehen Gespräche über Unterschiede: Was betont der Erzähltext besonders? Welche theologischen Aspekte bringt die Bibel ein?
- – Digitale Umsetzung (ru-digital): Die Szene kann als Audio eingelesen, als kurzer Clip animiert oder als interaktive Aufgabenfolge genutzt werden („Wie fühlt sich Levi? Wähle Symbole aus.“).
Zentral bleibt die Erfahrung: Jesus ruft Menschen nicht wegen ihrer Leistung, sondern weil er sie ansieht und ihnen neue Würde und Richtung schenkt. Diese theologische Botschaft kann im Unterricht vertieft werden.