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Stadtmission Freiburg

Stadtmission Freiburg

Was ist unsere Mission?

Veröffentlichung:1.3.2023

Das Heft „Was ist unsere Mission?“ mit 40 Seiten diskutiert die Entstehung der Stadtmission im 19. Jahrhundert, die aus sozialer Not heraus eine Verbindung von christlicher Verkündigung und tätiger Nächstenliebe entwickelte. Dabei wird der doppelte Auftrag betont: Menschen sollen Gottes Liebe sowohl in Worten als auch in konkretem Handeln erfahren. Die Texte verdeutlichen, dass Mission immer auf die „Missio Dei“ – Gottes Sendung – zurückgeht und Christinnen und Christen eingeladen sind, sich daran zu beteiligen.

Das Themenheft „Was ist unsere Mission?“ der Evangelischen Stadtmission Freiburg setzt sich mit dem christlichen Verständnis von Mission auseinander und zeigt, dass Mission weit mehr bedeutet als die Weitergabe des Glaubens durch Worte. Das Heft beschreibt Mission als den Auftrag Gottes, seine Liebe durch Verkündigung, gelebte Nächstenliebe und diakonisches Handeln sichtbar werden zu lassen. Ausgehend von der biblischen Sendung Jesu Christi werden unterschiedliche Aspekte christlicher Mission beleuchtet. Die Beiträge thematisieren die Verbindung von Glaube und sozialem Engagement, die Bedeutung des Reiches Gottes, das Verhältnis von Mission und Kirche sowie neue missionarische Wege in einer pluralen Gesellschaft. Dabei wird deutlich, dass christliche Mission immer den ganzen Menschen in den Blick nimmt und auf Respekt, Freiheit, Barmherzigkeit und gelebte Solidarität ausgerichtet ist. Das Themenheft verbindet biblische Grundlagen, kirchengeschichtliche Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen miteinander und lädt dazu ein, den Missionsauftrag der Kirche neu zu bedenken.

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Das Themenheft eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II in Unterrichtseinheiten zu Kirche, Nachfolge Jesu, Diakonie, Reich Gottes, christlicher Verantwortung und Mission. Es eröffnet Lernenden die Möglichkeit, verbreitete Vorstellungen von Mission kritisch zu hinterfragen und zwischen historisch belasteten Formen der Mission und dem biblischen Missionsverständnis zu unterscheiden. Die Beiträge fördern eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Frage, wie christlicher Glaube heute in einer pluralen Gesellschaft gelebt werden kann.

Als Einstieg bietet sich die Frage an, welche Vorstellungen Lernenden mit dem Begriff Mission verbinden. Die Antworten können gesammelt und anschließend mit den Aussagen des Themenheftes verglichen werden. Dadurch werden Vorwissen und mögliche Vorurteile sichtbar. Im weiteren Unterricht können ausgewählte Beiträge arbeitsteilig gelesen und in Gruppen präsentiert werden. Dabei erschließen die Lernenden die unterschiedlichen Schwerpunkte des Heftes, etwa die Sendung Jesu, die Verbindung von Verkündigung und tätiger Nächstenliebe, die Bedeutung der Heilungswunder oder neue Formen kirchlicher Arbeit.

Besonders geeignet ist der Beitrag über die Mission Jesu. Hier können die Evangelien untersucht und herausgearbeitet werden, wie Jesus Menschen begegnet, Ausgegrenzte annimmt, Kranke heilt und Gottes Liebe erfahrbar macht. Daran anschließend kann diskutiert werden, welche Aufgaben Christinnen und Christen heute daraus ableiten können. Ebenso eröffnet der Beitrag über das Reich Gottes die Möglichkeit, Heilungsgeschichten im Neuen Testament zu analysieren und ihre Bedeutung als Zeichen der Hoffnung und Gerechtigkeit zu erschließen.

Der Abschnitt über Mission und Kirche regt zur Diskussion über die Rolle der Kirche in der Gegenwart an. Lernenden können unterschiedliche Positionen zur Frage erarbeiten, ob Kirche vor allem ihre Traditionen bewahren oder stärker auf Menschen außerhalb der Gemeinden zugehen sollte. Hier eignen sich Podiumsdiskussionen, Debatten oder Rollenspiele, in denen verschiedene Perspektiven vertreten werden.

Mit dem Beitrag über Fresh Expressions of Church lernen die Lernenden moderne Formen kirchlicher Arbeit kennen. Sie können untersuchen, wie Kirche Menschen außerhalb klassischer Gottesdienste begegnet und welche Chancen diese Formen für die Zukunft der Kirche bieten. Daraus lassen sich eigene Projektideen entwickeln, wie Kirche vor Ort Menschen unterstützen, Gemeinschaft fördern oder soziale Verantwortung übernehmen kann.

Methodisch eignet sich das Themenheft für Gruppenarbeit, Stationenlernen, Gruppenpuzzle, Bibelarbeit, Projektunterricht sowie Diskussionen und Präsentationen. Kreative Aufgaben wie das Entwerfen eines diakonischen Projektes, das Erstellen einer Mindmap zum Begriff Mission oder das Verfassen eines eigenen Leitbildes christlicher Verantwortung fördern die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten. Das Material stärkt die Sachkompetenz über Kirche und Mission, die Urteilskompetenz hinsichtlich gesellschaftlicher Verantwortung sowie die Dialogkompetenz im Umgang mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Positionen. Gleichzeitig regt es Lernenden dazu an, den Zusammenhang von Glauben, Nächstenliebe und gesellschaftlichem Engagement als wesentlichen Bestandteil christlichen Handelns zu verstehen.


Ein weiterer Schwerpunkt des Materials ist die Frage, wie Jesu eigenes Wirken – vor allem seine Heilungen, seine Zuwendung zu Ausgegrenzten und seine respektvollen Begegnungen – als Leitlinie für heutige christliche Mission verstanden werden kann. Die Wunder Jesu werden nicht als Ersatz für soziale Arbeit interpretiert, sondern als Zeichen der Nähe des Reiches Gottes, das Gerechtigkeit und Heil verspricht. Daraus ergibt sich ein Verständnis von Mission, das Menschen in ihrer Ganzheit sieht und Glauben, soziale Verantwortung und Versöhnung miteinander verbindet.

Das Material beleuchtet zudem historische Perspektiven: Es zeigt, wie sich das Christentum in den ersten Jahrhunderten unaufdringlich, vielfältig und nachhaltig durch Alltagsbeziehungen, Gastfreundschaft und gelebte Nächstenliebe ausbreitete – oft ohne Macht, dafür mit Glaubwürdigkeit und Mitmenschlichkeit. Mission erscheint dabei als ein für die Kirche unverzichtbarer Auftrag, der jedoch in der Moderne oft als problematisch empfunden wird. Die Texte werben für eine missionarische Haltung, die nicht übergriffig, sondern dialogisch, respektvoll und offen für die Lebenswelt der Menschen ist.

Darüber hinaus werden moderne missionarische Ansätze vorgestellt, etwa Fresh X, die Kirchenformen „mit Menschen, die nicht zur Kirche gehen“ entwickelt. Dabei geht es um ein Hineingehen in bestehende Lebenswelten, um gemeinsames Gestalten von Gemeinschaft und Spiritualität sowie um Sensibilität für die Bedürfnisse der Menschen. Mission wird so als inkarnatorisches, kontextbezogenes Handeln verstanden.

Weitere Beiträge zeigen, wie Mission heute praktisch gelebt wird – etwa in der Bahnhofsmission, die ohne Vorbedingungen Hilfe leistet und aus christlicher Hoffnung heraus Menschen unterstützt, die in Not geraten sind. Hier verbinden sich konkrete soziale Hilfe mit Offenheit für existenzielle Fragen und seelsorgerliche Impulse. Abschließend thematisiert das Material die Schulung neuer Mitarbeitender und macht sichtbar, wie wichtig eine bewusste Auseinandersetzung mit diakonischer Identität und persönlichem Glauben für glaubwürdige Mission ist.

Insgesamt versteht das Unterrichtsmaterial Mission als einen umfassenden Auftrag, der Wort und Tat verbindet, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit fördert, den Menschen respektvoll begegnet und in ihnen das Wirken Gottes sucht. Es lädt dazu ein, Mission nicht als Programm, sondern als Haltung zu leben – unaufdringlich, lebensnah und hoffnungsvoll.


Das Themenheft „Was ist unsere Mission?“ ist in mehrere thematische Beiträge gegliedert, die sich jeweils als eigenständige Unterrichtsbausteine oder als Bestandteile einer Unterrichtsreihe zum Thema Mission, Kirche und christliche Verantwortung einsetzen lassen. Jeder Beitrag eröffnet einen anderen Zugang zum Missionsverständnis und ermöglicht unterschiedliche methodische Schwerpunkte im Religionsunterricht.

Das Editorial „Vision Mission Stadtmission“ führt in das Thema ein und erklärt die historischen Wurzeln der Stadtmission sowie das Verständnis von Mission als Verbindung von Verkündigung und tätiger Nächstenliebe. Im Unterricht setzen sich die Lernenden mit ihren eigenen Vorstellungen von Mission auseinander und vergleichen diese mit dem biblischen und diakonischen Missionsverständnis. Dabei kann diskutiert werden, weshalb Mission häufig kritisch wahrgenommen wird und welche Bedeutung sie heute besitzt.

Der Beitrag „Seine Mission unsere Mission?“ beschreibt den Auftrag Jesu und die sogenannte Missio Dei. Im Unterricht analysieren die Lernenden Evangelientexte über Jesu Wirken und erarbeiten, wie Verkündigung, Heilung, Versöhnung und soziale Verantwortung zusammengehören. Anschließend können sie überlegen, wie christliche Nachfolge heute konkret gelebt werden kann.

Der Beitrag „Das Reich Gottes wird sichtbar“ beschäftigt sich mit den Heilungswundern Jesu und ihrer Bedeutung für das Reich Gottes. Lernenden untersuchen ausgewählte Heilungsgeschichten, erschließen deren theologischen Sinn und diskutieren, weshalb Diakonie und Hilfe für Menschen wesentliche Ausdrucksformen christlichen Glaubens sind. Die Wunder werden dabei als Zeichen für Gottes kommende Welt verstanden.

Der Beitrag „Mission und Kirche. Wie passt das zusammen?“ setzt sich mit dem Verhältnis von Kirche und Mission auseinander. Im Unterricht diskutieren die Lernenden unterschiedliche Vorstellungen von Kirche und überlegen, welche Aufgaben Kirche in einer pluralen Gesellschaft übernehmen kann. Die Aussagen des Textes eignen sich besonders für Debatten, Podiumsdiskussionen oder Pro und Contra Gespräche über die Zukunft der Kirche.

Der Beitrag „Mit Gott in die Nachbarschaft ziehen“ stellt das Konzept der Fresh Expressions of Church vor. Lernenden lernen neue Formen kirchlichen Lebens kennen und überlegen, wie Kirche Menschen außerhalb klassischer Gottesdienste erreichen kann. Im Anschluss können sie eigene Ideen entwickeln, wie christliche Gemeinschaft in ihrem Lebensumfeld gestaltet werden könnte oder welche sozialen Projekte vor Ort sinnvoll wären.

Weitere Praxisbeispiele aus der Stadtmission, unter anderem zur Bahnhofsmission, zeigen, wie Mission im Alltag durch konkrete Hilfe, Gastfreundschaft, Gespräche und Seelsorge gelebt wird. Im Unterricht können diese Beispiele analysiert und mit biblischen Texten zur Nächstenliebe verbunden werden. Die Lernenden erkennen, dass Mission nicht nur Verkündigung bedeutet, sondern sich ebenso in sozialem Engagement und gelebter Mitmenschlichkeit ausdrückt.

Der Erfahrungsbericht „Ich habe wieder Boden unter die Füße bekommen“ schildert persönliche Erfahrungen von Mitarbeitenden mit einem Einführungskurs der Stadtmission. Im Unterricht reflektieren die Lernenden, welche Werte christliche Einrichtungen prägen und wie Glaube das berufliche und soziale Handeln beeinflussen kann. Der Beitrag eignet sich besonders für Gespräche über Berufung, Werteorientierung und christliche Verantwortung im Berufsleben.

Insgesamt ermöglicht das Themenheft eine vollständige Unterrichtsreihe zum Thema Mission. Die Lernenden erschließen das biblische Missionsverständnis, setzen sich mit der Sendung Jesu auseinander, lernen die Verbindung von Glaube und Diakonie kennen, reflektieren die Rolle der Kirche in der Gegenwart und entdecken neue Formen christlicher Gemeinschaft. Dabei werden Sachkompetenz, Bibelkompetenz, Urteilsfähigkeit, Dialogfähigkeit sowie die Fähigkeit gefördert, christliche Verantwortung für die Gesellschaft zu begründen und praktisch zu gestalten.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Soziale Fragen im 19. Jh. und heute

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