Religiöse Pflicht oder transzendente Selbstfindung? Lust am Gehen und am Fremder-in-der-Fremde-Sein? Opfer bringen und Sinn empfangen? Was bringt zwischen Jakobsgrab und Gangesbad die Menschen auf den (Pilger-)Weg. Bei vielen rätselhaften Orten der Vorgeschichte, zum Beispiel Stonehenge, liegt die gleiche Erklärung nah: Hier handelte es sich um eine Pilgerstätte. Was zeichnet eine solche aus? Gibt es Unterschiede zwischen den Religionen? Wo liegen Gemeinsamkeiten? Und was ist überhaupt der Sinn des Pilgerns? Aus europäischer Sicht scheint aktuell die entschleunigte Sinnsuche, die Herausnahme aus der hektischen Welt im Vordergrund zu stehen. Das war nicht immer so. Meist ging und geht es um eine - wie auch immer geartete - Beziehungspflege zum Göttlichen, um Dank Gebet und Opfer.