Zu Beginn wird die Entstehungsgeschichte der AEMR skizziert: Nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg war es das Ziel der Vereinten Nationen, universelle Mindeststandards für Menschenrechte zu formulieren. Die Erklärung wurde am 10. Dezember 1948 von der UN-Generalversammlung angenommen und bildet seitdem einen Meilenstein im internationalen Menschenrechtsschutz.
Das Dokument betont, dass die Würde des Menschen — unteilbar, universell und unabdingbar — das Fundament dieser Erklärung ist. Der erste Artikel der AEMR lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Damit werden Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit als zentrale Werte verankert.
Didaktisch gliedert sich das Material in mehrere Bausteine für unterschiedliche Altersstufen: Es gibt Vorschläge für die Klassenstufen 5–7, Materialien für 8–10 sowie Anregungen für die Oberstufe. Zudem werden Handlungsperspektiven angeboten, damit Schülerinnen und Schüler konkret aktiv werden können — z. B. in Projekten oder im Schulalltag.
Eine zentrale Fragestellung lautet: Ist Menschenwürde mehr als nur eine politische Behauptung? Das Material fordert dazu auf, kritisch zu reflektieren, wie Menschenwürde heute verletzt wird (z. B. durch Diskriminierung, Ausgrenzung, Menschenrechtsverletzungen) — und wie sie verteidigt werden kann.
Insgesamt bietet die Publikation eine kompakte, praxisorientierte Grundlage, um im Religions- oder Ethikunterricht das Thema Menschenwürde und Menschenrechte lebendig zu vermitteln — vom historischen Hintergrund über Grundbegriffe bis hin zu aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten des Engagements.