Besonders heikel ist, dass dschihadistische und salafistische Gruppen zu schnellen, unreflektierten Konversionen aufrufen. Damit wird das Bedürfnis nach Sinn und Zugehörigkeit politisch und ideologisch missbraucht. Nach islamischem Verständnis sind allerdings alle Menschen ursprünglich als Muslime geboren – eine bewusste Konversion gilt daher als Rückkehr zu dieser „ursprünglichen Natur“.
Für den Unterricht eignet sich dieser Beitrag, um die Motive von Konversion allgemein zu thematisieren: Welche Beweggründe gibt es, die Religion zu wechseln? Wie unterscheiden sich freie Glaubensentscheidungen von manipulativen Einflussnahmen? Lernende können über ihre eigene Sicht auf religiöse Identität reflektieren, Parallelen zu anderen Religionen ziehen und diskutieren, was eine reflektierte Entscheidung ausmacht.