Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufe, da es zentrale Themen des christlichen Glaubens wie Hoffnung, Vertrauen, Trauer, Auferstehung und Leben behandelt. Der Bibelkarton ermöglicht den Lernenden einen anschaulichen Zugang zu einer der bedeutendsten Wundergeschichten des Johannesevangeliums. Im Unterricht kann zunächst die Handlung gemeinsam nacherzählt und die Reihenfolge der Ereignisse gesichert werden. Anschließend bietet sich ein Gespräch über die Gefühle der beteiligten Personen an. Die Lernenden können beschreiben, wie sich Maria, Martha, Jesus und die Menschen am Grab fühlen und weshalb Jesus selbst weint. Dadurch wird deutlich, dass Jesus menschliches Leid kennt und mit den Menschen mitfühlt. Die Aussage Jesu „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ kann anschließend gemeinsam erschlossen werden. Dabei sollte herausgearbeitet werden, dass Jesus nicht nur Hoffnung für das Leben nach dem Tod schenkt, sondern bereits im gegenwärtigen Leben Zuversicht und Vertrauen vermittelt. Ebenso eignet sich das Kapitel, um über den christlichen Glauben an die Auferstehung und das ewige Leben zu sprechen. In Gruppenarbeit können die unterschiedlichen Reaktionen auf das Wunder untersucht werden. Während viele Menschen Jesus vertrauen, lehnen ihn die religiösen Führer ab und beginnen, seinen Tod zu planen. Dadurch erkennen die Lernenden, dass dieselben Ereignisse zu unterschiedlichen Entscheidungen führen können. Kreative Methoden wie das Schreiben eines Tagebucheintrages aus der Sicht von Martha oder Maria, ein Rollenspiel am Grab des Lazarus oder das Gestalten eines Hoffnungsbildes fördern die persönliche Auseinandersetzung mit dem Bibeltext. Das Video eignet sich außerdem, um die Verbindung zwischen der Auferweckung des Lazarus und den Ereignissen der Passionsgeschichte zu erarbeiten, da das Wunder den entscheidenden Anlass für den Beschluss der religiösen Führer bildet, Jesus töten zu lassen.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Wer sind Lazarus, Maria und Martha?
Lazarus sowie seine Schwestern Maria und Martha sind enge Freunde Jesu.
Warum wartet Jesus zunächst, bevor er zu Lazarus geht?
Jesus erklärt seinen Jüngern, dass durch die Krankheit Gottes Herrlichkeit sichtbar werden soll und die Menschen erkennen werden, wer er ist.
Wie reagiert Martha auf die Begegnung mit Jesus?
Sie trauert um ihren Bruder, vertraut Jesus aber weiterhin und glaubt, dass Gott ihn hört.
Was bedeutet die Aussage Jesu Ich bin die Auferstehung und das Leben?
Jesus macht deutlich, dass er den Menschen Hoffnung auf das ewige Leben schenkt und Macht über den Tod besitzt.
Warum weint Jesus am Grab des Lazarus?
Jesus zeigt sein Mitgefühl mit Maria, Martha und allen Trauernden. Er teilt ihren Schmerz und ihre Trauer.
Wie erweckt Jesus Lazarus zum Leben?
Nachdem der Stein vom Grab entfernt wurde, betet Jesus zu Gott und ruft Lazarus mit den Worten aus dem Grab heraus. Lazarus wird wieder lebendig.
Wie reagieren die Menschen auf dieses Wunder?
Viele Menschen beginnen an Jesus zu glauben. Andere berichten den religiösen Führern von dem Geschehen.
Warum beschließen die religiösen Führer, gegen Jesus vorzugehen?
Sie befürchten, dass immer mehr Menschen Jesus folgen und dadurch ihre eigene Macht sowie die politische Ordnung gefährdet werden.
Welche Bedeutung hat Kajaphas Aussage?
Obwohl Kajaphas aus politischen Gründen spricht, wird seine Aussage zu einer unbewussten Ankündigung, dass Jesus für die Menschen sterben wird.
Welche zentrale Botschaft vermittelt Johannes Kapitel 11?
Jesus schenkt Hoffnung über den Tod hinaus und zeigt, dass Gottes Macht stärker ist als der Tod. Gleichzeitig macht das Kapitel deutlich, dass der Weg Jesu immer näher an sein Leiden und seinen Tod führt.
Zielgruppe & Einsatzmöglichkeiten
Geeignet für den katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I (z. B. Klassen 7–9), ggf. auch als Impuls in höheren Klassen
Einsatz in konfessionell gemischten Lerngruppen möglich
Nutzbar sowohl im Präsenzunterricht als auch in hybriden oder digitalen Lernszenarien
Das Video kann als Einstieg, zur Erschließung oder als Reflexionsmedium verwendet werden
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Das Video selbst vollständig anschauen, Schlüsselmomente markieren (z. B. Dialogstellen, Wendepunkte, visuelle Akzente)
Den zugehörigen biblischen Text (Johannes) bereithalten in der für Ihre Klasse üblichen Übersetzung
Impulsfragen, Arbeitsblätter, Differenzierungsangebote und methodische Varianten vorab planen
Technische Ausstattung prüfen (Beamer/Bildschirm, Lautsprecher, stabile Verbindung, evtl. Offlineversion)
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (ca. 5 Minuten):
Impulsfrage z. B.: „Wann hat für dich eine Begegnung etwas in dir verändert?“
Erste Assoziationen sammeln (Stichworte wie Begegnung, Offenbarung, Wandel, Gespräch) an Tafel oder digital
b) Video zeigen (ca. 5 Minuten):
Die Lernenden werden gebeten, während des Videos besondere Momente oder Bilder zu notieren (z. B. durch „Pause & Notieren“)
Optional: Das Video in zwei Abschnitte teilen und nach dem ersten Teil eine kurze Austauschphase in Partnern einbauen
c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten):
Partner- oder Gruppenarbeit mit Leitfragen wie:
• Welche Szenen oder Aussagen haben euch besonders beeindruckt?
• Wie offenbart sich Jesus in der Szene – durch Worte, Gesten, Blickkontakt?
• Wie reagieren die anderen Beteiligten und wie verändern sich ihre Einstellungen?
• Welche bildlichen Elemente und Symbole habt ihr wahrgenommen (z. B. Licht, Raum, Nähe / Distanz)?
• Wie lässt sich diese Begegnung auf heutige Lebenssituationen übertragen?
Ergebnisse im Plenum sammeln und durch die Lehrkraft moderieren
Theologischer Impuls:
• Bedeutung von Begegnung und Offenbarung im Johannesevangelium
• Wie Jesus durch seine Wortwahl und Gesten Beziehung stiftet
• Relevanz für Glauben, Gemeinschaft und Alltag heute
Transfer in die Lebenswelt:
• Wo begegnen Jugendliche heute Menschen, die verändert werden durch Worte oder Gesten?
• Welche Offenbarungen oder Impulse wünschen sie sich in ihrem Umfeld?
Kreativer Abschluss:
• Schülerinnen und Schüler verfassen einen kurzen inneren Monolog aus Sicht einer Person der Szene
• Gestaltung eines Standbilds / Tableaus oder einer Collage zur Visualisierung einer Schlüsselstelle
Differenzierung & alternative Methoden
Rollenspiel / Perspektivenspiel: die Szene in kleinen Gruppen nachspielen, ggf. mit Rollentausch
Stille Reflexion / Journaling: kurze stille Phase (2–3 Minuten) für Gedanken und Notizen
Symbolische Objekte: im Raum Gegenstände (z. B. Lichtquelle, Spiegel, Stoff, Wasser) verwenden und Bedeutung gemeinsam erarbeiten
Stationenarbeit – mögliche Stationen:
• Station „Wort & Dialog“
• Station „Bildmotive & Symbolik“
• Station „Reaktion & innerer Wandel“
• Station „Übertragung in die Gegenwart“
Text-Bild-Vergleich: Den originalen Bibeltext lesen und mit der Video-Version vergleichen – welche Erweiterungen, Auslassungen oder visuellen Akzente sind erkennbar?
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler entwickeln eine eigene Szene, in der jemand eine bedeutungsvolle Begegnung hat (Text, Bild oder Audio) und präsentieren diese später
Reflexion & Evaluation
Sorge dafür, dass nicht nur die ästhetische Wirkung erkannt wird, sondern theologische und ethische Fragestellungen diskutiert werden
Ermutige kritische Rückfragen: Warum wurde die Szene so inszeniert? Welche Gestaltungsentscheidungen wurden getroffen?
Am Ende eine Feedbackrunde: Jede/r nennt einen Impuls, den sie/er aus dem Video mitnimmt
Optional: schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe