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Bibelcartoon

Bibelcartoon

Johannesevangelium - Kapitel 5

Veröffentlichung:3.2.2025

Das Video behandelt das fünfte Kapitel des Johannes Evangeliums und verbindet die Heilung eines seit achtunddreißig Jahren gelähmten Mannes mit einer ausführlichen Rede Jesu über seine göttliche Vollmacht. Zu Beginn begegnet Jesus einem kranken Mann am Teich Bethesda in Jerusalem. Der Mann hofft seit vielen Jahren auf Heilung, kann jedoch den rettenden Moment nicht selbst erreichen. Jesus spricht ihn an, heilt ihn mit seinem Wort und fordert ihn auf, aufzustehen, seine Matte zu nehmen und zu gehen. Weil die Heilung an einem Sabbat geschieht, geraten Jesus und die religiösen Autoritäten in einen Konflikt. Im zweiten Teil erklärt Jesus, weshalb er am Sabbat handelt und dass sein Wirken untrennbar mit dem Handeln Gottes verbunden ist. Er beschreibt seine enge Beziehung zum Vater, spricht über Leben, Auferstehung und Gericht und erklärt, dass die Heilige Schrift und Mose bereits auf ihn hinweisen. Das Video zeigt, dass Jesu Wunder nicht nur der Heilung dienen, sondern seine göttliche Sendung sichtbar machen und Menschen zum Glauben führen sollen.

Johannes Kapitel 5 nimmt uns mit an den Teich Bethesda in Jerusalem, wo Jesus ein bewegendes Wunder vollbringt. Ein Mann, der seit 38 Jahren gelähmt ist, erfährt durch Jesu Worte Heilung – eine tiefgreifende Begegnung, die seine Welt und die der Umstehenden erschüttert. Doch das Kapitel erzählt mehr als nur von physischer Heilung: Es enthüllt, wie Jesus den Sabbat und die religiösen Normen seiner Zeit in Frage stellt, indem er Gottes Barmherzigkeit in den Mittelpunkt stellt.

In der zweiten Hälfte des Kapitels erhebt Jesus den Anspruch, im Einklang mit dem Vater zu handeln – ein mutiges Bekenntnis, das zu Konflikten mit den religiösen Führern führt. Hier begegnen wir tiefen theologischen Wahrheiten über das Leben, das Gericht und die göttliche Autorität Jesu. Dieses Kapitel lädt dazu ein, über die Macht von Glauben und Gnade nachzudenken und neu zu entdecken, was es bedeutet, wahrhaft zu leben.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenfeldern Wunder Jesu, Heilung, Sabbat, Gottesbilder, Johannes Evangelium, Christologie sowie Glaube und Vertrauen. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Wunder im Johannes Evangelium besitzen und weshalb Jesus seine Zeichen stets mit einer theologischen Deutung verbindet.

Als Einstieg kann ein Bild eines Menschen gezeigt werden, der auf Hilfe angewiesen ist. Die Lernenden überlegen, welche Formen von Krankheit oder Einschränkung Menschen erleben können und welche Bedeutung Hoffnung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen besitzt. Anschließend kann die Frage gestellt werden, weshalb Jesus den Mann zuerst fragt, ob er gesund werden möchte, bevor er ihn heilt.

Während des Sehens erhalten die Lernenden Beobachtungsaufträge. Eine Gruppe untersucht die Begegnung zwischen Jesus und dem gelähmten Mann. Eine zweite Gruppe sammelt die Reaktionen der religiösen Autoritäten. Eine dritte Gruppe arbeitet die Aussagen Jesu über Gott, den Vater, den Sohn sowie Leben und Gericht heraus. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet.

Die Heilungsgeschichte bietet einen guten Anlass, über den Unterschied zwischen körperlicher Heilung und ganzheitlichem Heil nachzudenken. Die Lernenden können überlegen, welche Bedeutung Hoffnung, Vertrauen und neue Lebensperspektiven für Menschen besitzen. Ebenso lässt sich darüber sprechen, welche Formen von Ausgrenzung oder Hilflosigkeit Menschen heute erleben und wie christliche Nächstenliebe darauf antworten kann.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Sabbatkonflikt. Die Lernenden untersuchen, weshalb die religiösen Autoritäten die Einhaltung religiöser Vorschriften höher bewerten als die Heilung eines Menschen. Daraus entwickelt sich eine Diskussion über den Sinn religiöser Regeln und über die Frage, wann Regeln dem Menschen dienen und wann sie Menschen belasten können.

Die anschließende Rede Jesu eignet sich für arbeitsteilige Gruppenarbeit. Einzelne Gruppen untersuchen die Aussagen Jesu über seine Beziehung zum Vater, über Auferstehung und ewiges Leben sowie über die Bedeutung der Heiligen Schrift. Die Ergebnisse können anschließend in Form einer Übersicht zusammengeführt werden. Dadurch erkennen die Lernenden, dass das Johannes Evangelium Jesus als den von Gott gesandten Sohn darstellt, dessen Worte und Taten übereinstimmen.

Methodisch bieten sich Standbilder, Rollenspiele oder eine Gerichtsverhandlung an. Die Lernenden können beispielsweise die Diskussion zwischen Jesus und den religiösen Autoritäten nachspielen oder Argumente sammeln, weshalb Jesu Handeln aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilt werden kann. Ebenso eignet sich eine kreative Schreibaufgabe, in der der geheilte Mann seine Erfahrungen schildert oder die Lernenden einen Brief an Jesus verfassen.

Das Video fördert biblische Kompetenz, ethische Urteilsfähigkeit, Symbolverständnis, Perspektivwechsel, Argumentationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, biblische Texte mit Fragen nach Gerechtigkeit, Heilung, Vertrauen und Verantwortung für andere Menschen zu verbinden.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Warum ist die Heilung des gelähmten Mannes so außergewöhnlich?

Der Mann ist seit achtunddreißig Jahren krank und kann sich selbst nicht helfen. Jesus heilt ihn allein durch sein Wort und schenkt ihm einen neuen Anfang.


2. Warum fragt Jesus den Mann, ob er gesund werden möchte?

Jesus nimmt den Menschen ernst und begegnet ihm persönlich. Die Frage macht deutlich, dass Heilung auch eine bewusste Entscheidung für einen Neuanfang bedeutet.


3. Weshalb entsteht nach der Heilung ein Konflikt?

Die Heilung geschieht am Sabbat. Die religiösen Autoritäten kritisieren deshalb nicht das Wunder, sondern dass der Mann seine Matte trägt und Jesus am Sabbat gehandelt hat.


4. Welche Bedeutung hat der Sabbat in dieser Erzählung?

Jesus zeigt, dass Gottes Liebe und das Wohl des Menschen wichtiger sind als eine starre Auslegung religiöser Vorschriften.


5. Wie beschreibt Jesus seine Beziehung zu Gott?

Jesus erklärt, dass er im Auftrag des Vaters handelt und nur das tut, was der Vater ihm zeigt. Dadurch wird seine enge Gemeinschaft mit Gott deutlich.


6. Welche Bedeutung haben Leben und Auferstehung in der Rede Jesu?

Jesus macht deutlich, dass Gott ihm Vollmacht gegeben hat, Leben zu schenken und am Ende der Zeit über die Menschen zu richten.


7. Warum verweist Jesus auf Mose und die Heilige Schrift?

Er erklärt, dass die Heiligen Schriften bereits auf seine Sendung hinweisen und dass ihre eigentliche Botschaft in ihm ihre Erfüllung findet.


8. Welche Kompetenzen erwerben Lernende durch die Arbeit mit dem Video?

Sie verstehen die Wunder des Johannes Evangeliums als Zeichen für Jesu göttliche Sendung, setzen sich mit der Bedeutung des Sabbats auseinander, reflektieren über Heilung, Vertrauen und Gerechtigkeit und lernen, die theologischen Aussagen des Johannes Evangeliums zu erschließen.


Zielgruppe & Einsatzkontext

Sinnvoll in der Sekundarstufe I (Klassen 7–9) im katholischen Religionsunterricht

Auch geeignet für Konfirmanden-/Firmgruppen, Jugendkreise oder digitale Lernphasen

Einsetzbar als Impuls, Erschließung oder Ausgangspunkt für tiefergehende Arbeiten

Vorbereitung durch die Lehrkraft

Das Video vorab mehrfach anschauen, Aufmerksamkeit auf Schlüsselstellen, Dialoge, visuelle Hinweise und Schnittmomente richten

Den zugrundeliegenden biblischen Text (Johannes) bereithalten, idealerweise in der schulüblichen Übersetzung

Impulsfragen und Arbeitsaufträge gestalten

Technische Ausstattung prüfen: Beamer, Lautsprecher, ggf. Kopfhörer oder digitale Endgeräte

Methodischer Ablauf

a) Einstieg (ca. 5 Minuten):

Kurzer Impuls oder eine Frage: „Was würdest du spüren, wenn jemand dir in einer ganz vertraulichen Situation etwas Wesentliches offenbart?“

Sammlung erster Assoziationen (z. B. Offenbarung, Begegnung, Vertrauen) an der Tafel oder digital

b) Video anschauen (ca. 8 Minuten):

Die Schülerinnen und Schüler dazu auffordern, markante Stellen mit Zeitindex zu notieren (z. B. ein besonderes Wort, eine starke Geste, einen Bruch im Bild)

Optional: das Video in zwei Hälften teilen und nach der ersten Hälfte einen kurzen Austausch im Plenum ermöglichen

c) Nachbereitung & Reflexion (15–20 Minuten):

In Kleingruppen oder Partnerarbeit folgende Leitfragen bearbeiten:

 • Welche Momente haben euch im Video besonders angesprochen oder berührt?

 • In welcher Weise offenbart sich Jesus in der Szene — durch Worte, Gesten, Zeichen?

 • Wie reagieren die anderen Beteiligten? Wie verändern sich ihre Haltungen?

 • Welche symbolischen Elemente (Licht, Raum, Abstand, Nähe) entdeckt ihr im Video?

 • Welche Bedeutung hat diese Begegnung für die Zuschauenden heute?

Gemeinsame Aussprache im Plenum: Ergebnisse zusammentragen und klären

Theologischer Impuls der Lehrkraft:

 • Bedeutung der Offenbarung Jesu

 • Warum gerade diese Szene als Zeugnis wichtig ist

 • Relevanz für den Glauben heute

Transfer zur Lebenswelt:

 • Wo und wie erleben Jugendliche heute, dass sich jemand „offenbart“ oder sich für sie Zeit nimmt?

 • Welche „Offenbarungen“ wünsche ich mir — im Freundeskreis, in der Familie, in der Gemeinde?

Abschlussmethoden:

 • Kurzer kreativer Impuls: die Schülerinnen und Schüler verfassen einen kurzen Tagebucheintrag aus der Perspektive einer Person in der Szene

 • Bildhafte Arbeit: ein Standbild zeichnen oder als Collage gestalten, das eine Schlüsselszene aus dem Video einfängt

Differenzierung & Varianten

Rollenspiel / Perspektivwechsel: Szenen nachspielen aus Sicht Jesu, einer anderen Person oder als Außenstehende

Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video 2–3 Minuten stilles Nachdenken mit schriftlicher Notiz

Symbolische Arbeit: Gegenstände (z. B. Lichtquelle, Stoff, Spiegel) mit in den Raum bringen – Schülerinnen und Schüler überlegen, was sie symbolisieren

Stationenarbeit:

 • Station „Wort & Dialog“

 • Station „Visuelle Zeichen & Bildsprache“

 • Station „Reaktion & Veränderung“

 • Station „Übertragung in die Gegenwart“

Text-Bild-Vergleich: Den zugrundeliegenden Bibeltext lesen und mit dem Video vergleichen – welche Ergänzungen, Auslassungen oder bildsprachlichen Interpretationen sind erkennbar?

Hausaufgabe / Projektarbeit: Schülerinnen und Schüler formulieren oder gestalten eine moderne Szene, in der jemand eine „Offenbarung“ teilt (Text, Bild, Audio)

Reflexion & Bewertung

Sorge dafür, dass nicht nur Begeisterung für das Medium entsteht, sondern Schülerinnen und Schüler über theologische Bedeutung und Alltagsrelevanz ins Gespräch kommen

Ermutige kritische Fragen: Warum offenbart sich Jesus dort? Warum gerade so?

Am Ende eine Rückmeldung einholen (z. B. schriftlich oder mündlich): Was hat der Film bei mir bewirkt?

Optional: Kurze schriftliche Aufgabe als Reflexion oder „Gedankenstütze“ für Schülerinnen und Schüler

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Der Mensch Jesus der Christus und Messias

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