RU-digitalRU-digital-logo
Bibelcartoon

Bibelcartoon

Johannesevangelium - Kapitel 1

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Video führt in die ersten Kapitel des Johannes Evangeliums ein und zeigt die Besonderheiten dieses Evangeliums im Vergleich zu den anderen drei Evangelien. Zu Beginn wird der feierliche Prolog vorgestellt, in dem Jesus als das ewige Wort Gottes beschrieben wird, durch das die Welt geschaffen wurde und das als Licht in die Welt kommt. Dieser Abschnitt wird als Musikvideo gestaltet und verdeutlicht die theologischen Aussagen des Evangeliums auf kreative Weise. Anschließend folgt die Darstellung der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. Dabei wird Jesus als der von Gott gesandte Sohn vorgestellt, auf den der Heilige Geist herabkommt. Im weiteren Verlauf zeigt das Video die Berufung der ersten Jünger nach dem Johannesevangelium. Johannes der Täufer weist auf Jesus hin, erste Menschen folgen ihm, und Jesus lädt weitere Jünger ein, seine Gemeinschaft kennenzulernen. Das Video macht deutlich, dass das Johannesevangelium von Anfang an die göttliche Herkunft Jesu, seine Sendung und seine besondere Beziehung zu Gott in den Mittelpunkt stellt.

Das Video „Johannesevangelium – Kapitel 1“ präsentiert in gekürzter Form den ersten Kapitelabschnitt des Johannesevangeliums. Es zeigt das prägnante Prolog-Bild vom „Wort, das Fleisch wurde“ („Im Anfang war das Wort …“) und führt die zentralen Motive Licht/Dunkel, Zeugnis, Schöpfung, Logos und das Kommen Jesu in die Welt vor Augen. Visuelle Begleitung (z. B. Bilder, Animationen, Text-Einblendungen) unterstützen das Verständnis der theologischen Grundlinien dieses biblischen Textes.

Products

Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenfeldern Bibel, Evangelien, Jesus Christus, Nachfolge, Gottesbilder sowie Christologie. Die Lernenden lernen die Besonderheiten des Johannes Evangeliums kennen und vergleichen dessen Darstellung Jesu mit den synoptischen Evangelien. Dabei erkennen sie, dass die Evangelien unterschiedliche Schwerpunkte setzen und dennoch dieselbe Botschaft von Jesus Christus verkünden.

Als Einstieg bietet sich die Frage an, welche Geschichten die Lernenden bereits über Jesus kennen und wie ein Buch über das Leben Jesu beginnen könnte. Anschließend können die ersten Verse des Johannes Evangeliums vorgelesen werden. Die Lernenden überlegen, weshalb Johannes nicht mit der Geburt Jesu beginnt, sondern mit den Worten „Am Anfang“. Dadurch wird die Verbindung zur Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis deutlich.

Während des Sehens erhalten die Lernenden Beobachtungsaufträge. Eine Gruppe sammelt Aussagen über Jesus, eine weitere untersucht die Rolle Johannes des Täufers und eine dritte Gruppe notiert, wie die ersten Jünger auf Jesus aufmerksam werden. Die Ergebnisse werden anschließend zusammengeführt und ausgewertet.

Der musikalisch gestaltete Prolog bietet eine gute Möglichkeit, über Symbole wie Wort, Licht, Leben und Finsternis ins Gespräch zu kommen. Die Lernenden können diese Begriffe erläutern und Beispiele aus ihrem eigenen Alltag finden, in denen Licht für Hoffnung, Orientierung oder Vertrauen steht. Ebenso kann untersucht werden, weshalb Johannes gerade diese Bilder verwendet.

Die Taufe Jesu eignet sich zur Vertiefung des Themas Taufe. Gemeinsam können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Taufe Jesu und der christlichen Taufe heute erarbeitet werden. Dabei werden die Bedeutung des Heiligen Geistes, die Zusage Gottes und die Berufung zum Glauben thematisiert.

Bei der Berufung der ersten Jünger bietet sich eine kreative Gruppenarbeit an. Die Lernenden stellen die Begegnungen zwischen Jesus und den einzelnen Jüngern szenisch dar oder formulieren kurze Dialoge aus deren Perspektive. Anschließend kann diskutiert werden, weshalb Menschen Jesus folgten und welche Bedeutung Nachfolge heute besitzen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich der Evangelien. Die Lernenden können herausarbeiten, welche Besonderheiten das Johannes Evangelium besitzt und weshalb die Evangelisten unterschiedliche Zugänge zur Person Jesu wählen. Dadurch entwickeln sie ein vertieftes Verständnis für die Vielfalt biblischer Texte.

Das Video fördert biblische Kompetenz, Symbolverständnis, theologische Urteilsfähigkeit, Medienkompetenz sowie die Fähigkeit, religiöse Texte mit der eigenen Lebenswelt in Beziehung zu setzen. Es eröffnet vielfältige Möglichkeiten, zentrale Aussagen des christlichen Glaubens altersgerecht und kreativ zu erschließen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Wodurch unterscheidet sich das Johannes Evangelium von den anderen Evangelien?

Das Johannes Evangelium beginnt nicht mit der Geburt Jesu, sondern mit einem theologischen Prolog. Es stellt Jesus von Anfang an als das ewige Wort Gottes und als Licht der Welt vor.


2. Was bedeutet die Aussage „Am Anfang war das Wort“?

Sie beschreibt Jesus als das göttliche Wort, das schon vor der Schöpfung existierte und durch das alles geschaffen wurde.


3. Warum spielt das Symbol des Lichtes eine so wichtige Rolle?

Das Licht steht für Gottes Gegenwart, Wahrheit, Hoffnung und Leben. Es vertreibt die Finsternis und weist den Menschen den Weg.


4. Welche Aufgabe hatte Johannes der Täufer?

Er bereitete die Menschen auf das Kommen Jesu vor, rief zur Umkehr auf und taufte Menschen als Zeichen eines neuen Lebens.


5. Welche Bedeutung hat die Taufe Jesu?

Die Taufe zeigt, dass Jesus seine Sendung beginnt. Der Heilige Geist kommt auf ihn herab und Gott bestätigt ihn als seinen geliebten Sohn.


6. Wie werden die ersten Jünger auf Jesus aufmerksam?

Johannes der Täufer weist auf Jesus hin. Danach folgen Andreas und ein weiterer Jünger Jesus. Später beruft Jesus weitere Jünger wie Simon Petrus, Philippus und Natanael.


7. Welche Botschaft vermittelt die Berufung der ersten Jünger?

Jesus lädt Menschen persönlich ein, ihm zu vertrauen und ihm nachzufolgen. Nachfolge beginnt mit einer Begegnung und verändert das Leben.


8. Welche Kompetenzen erwerben Lernende durch die Arbeit mit dem Video?

Sie lernen die Besonderheiten des Johannes Evangeliums kennen, verstehen zentrale Symbole wie Wort und Licht, vergleichen biblische Texte, reflektieren die Bedeutung der Taufe und setzen sich mit der Frage auseinander, was Nachfolge Jesu heute bedeuten kann.

Zielsetzungen & Anknüpfung

Lernenden sollen die Bedeutung des johanneischen Prologs im Kontext der Christologie, der Lehre vom Wort und der Inkarnation verstehen.

Sie sollen zentrale Motive (z. B. Licht und Finsternis, Zeugnis, Logos) identifizieren und deuten lernen.

Förderung der biblischen Lesekompetenz im digitalen Raum — Video als „Einstieg ins Bibeltexte-Hören“ nutzen.

Impuls zur theologischen Reflexion: Wie wird „das Wort“ im Lebensalltag relevant? Inwiefern spricht dieser Prolog Neuerfahrung von Gott?

Didaktische Anbindung

Das Video eignet sich als Einstiegsimpuls zu einer Unterrichtseinheit über das Johannesevangelium, Christologie, Gottesoffenbarung oder die Bedeutung des Logos.

Alternativ kann es als Wiederholung oder Vertiefung nach eigener Textlektüre verwendet werden.

Es bietet sich an, es in Phasen des Unterrichts zu integrieren, in denen das Hören / Sehen als Medium Lernprozesse anregen soll (z. B. „Hörstation“, „Videoclip-Einstieg“, „gemischtes Lesen und Hören“).

Methodische Umsetzung

Vorbereitung

Bitten Sie Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Kontext des Johannesevangeliums vertraut zu machen (Autor, Entstehungszeit, Zielgruppe).

Verteilen Sie Kopien des Textes (Joh 1,1–18) als Vorbereitung.

Video zeigen

Zeigen Sie das Video in voller Länge (ggf. mit Pauseoption).

Alternativ: Zeigen Sie den Prolog bis Vers 5, pausieren Sie, führen eine Zwischenreflexion durch, und schauen dann die Fortsetzung.

Stationenarbeit / Arbeitsphasen

Station 1 – Motivsuche: In Kleingruppen werden Schlüsselwörter oder Bildmotive (z. B. Wort, Licht, Zeugnis, Fleisch) gesammelt.

Station 2 – Text & Bild im Dialog: Schülerinnen und Schüler vergleichen die Videodarstellung mit dem geschriebenen Text. Wo weicht die Visualisierung ab? Was wird hervorgehoben?

Station 3 – Impulsfragen: Z. B. „Was bedeutet für dich: ‘das Wort wurde Fleisch’?“, „Wie verstehst du Licht und Finsternis im heutigen Leben?“, „Welcher Aspekt dieses Prologs spricht dich besonders an?“

Station 4 – kreative Vertiefung: Eine kurze szenische Interpretation, ein eigenes Visual (z. B. Bild, Collage, digitale Grafik) oder ein moderner „Prolog“ (z. B. in heutiger Sprache) zur Verdeutlichung des Logos konzipieren.

Plenum / Sammlung

Ergebnisse aus den Stationen werden vorgestellt und in der Klasse diskutiert.

Gemeinsame Theologie-Reflexion: Welche Bedeutung hat dieser Anfang der Christenbotschaft für die Gegenwart?

Differenzierung / Erweiterung

Für leistungsstarke Gruppen: Theologischer Exkurs zu griechischem Logos, antiken Schöpfungsvorstellungen, Johannes im Vergleich zu den synoptischen Evangelien.

Für schwächere Gruppen: Fokus auf zentrale Bilder (Licht, Wort, Zeugnis) sowie kurze Glossare zu schwierigen Ausdrücken (z. B. „Logos“, „Fleisch“, „in ihm Leben war“).

Digital / Hybridvarianten

Schülerinnen und Schüler könnten das Video zuhause oder im Distanzunterricht ansehen und in einem digitalen Padlet oder Forum erste Gedanken posten.

Im Unterricht könnten Auszüge des Videos (z. B. 2-3 Minuten) als Impuls genutzt werden, gefolgt von digitalen Austauschphasen (Chat, Breakout-Rooms).

Evaluation

Kurze Reflexion am Ende: „Was hat mich überrascht?“, „Welche Bilder bleiben mir stumm?“, „Wie hat sich mein Textverständnis verändert?“

(Optional) Abfrage mit Lernquiz oder digitalem Feedbacktool (z. B. Mentimeter, Kahoot).

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Der Mensch Jesus der Christus und Messias

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.