Didaktisch bietet Rosch ha-Schana zahlreiche Anknüpfungspunkte: Es zeigt, wie Religion Zeit strukturiert, wie Feste nicht nur gesellschaftliche, sondern auch spirituelle Funktionen erfüllen, und wie individuelle und kollektive Verantwortung miteinander verwoben sind. Schülerinnen und Schüler können dabei die religiösen Symbole (Schofar, besondere Speisen) kennenlernen und deren Bedeutung erschließen. Methodisch eignen sich Hörbeispiele (Schofar-Klang), Bildmaterial oder auch symbolische Rituale im Klassenraum, etwa das gemeinsame Aufschreiben von Neuanfängen oder Vorsätzen. Diskussionsfragen könnten lauten: „Was bedeutet es, im Leben einen Neuanfang zu wagen?“ oder „Welche Rolle spielt Erinnerung in Religion und Gesellschaft?“ Kreative Aufgaben wären die Gestaltung eines „Neujahrskalenders“ mit persönlichen Zielen oder die Analyse der Verbindung von Rosch ha-Schana zu den Hohen Feiertagen Jom Kippur. So wird das jüdische Neujahrsfest als religiöses und zugleich existentielles Ereignis erfahrbar.