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Heinrich Böll Stiftung

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Weizenhandel: Vom Acker in die Welt

Veröffentlichung:23.9.2025

Der Artikel „Weizenhandel: Vom Acker in die Welt“ aus dem Wirtschaftsatlas der Heinrich-Böll-Stiftung (2024) beschreibt die globale Bedeutung des Weizens als eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt. Weizen ist heute das am stärksten international gehandelte Agrarprodukt; über ein Viertel der weltweiten Ernte wird exportiert. Die größten Exporteure sind die EU, die USA, Russland, Kanada, Australien und die Ukraine, während bevölkerungsreiche Länder wie China, Ägypten oder Indonesien zu den wichtigsten Importeuren gehören. Der Beitrag erklärt außerdem die Rolle der großen internationalen Agrarhändler, die Entwicklung der Märkte seit dem Ende der Monopole der ABCD-Konzerne (Archer Daniels Midland, Bunge, Cargill, Louis Dreyfus) und die Bedeutung von Warenterminbörsen und Spekulationen. Auch die Folgen von Währungskursen, der Ukraine-Krise und Transparenzsystemen wie AMIS werden dargestellt.

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Didaktisch eignet sich dieser Beitrag für den Religions- und Ethikunterricht ebenso wie für den Geografie- oder Politikunterricht, da er die Themen Globalisierung, Gerechtigkeit, Ernährung und Nachhaltigkeit verbindet. Schülerinnen und Schüler erkennen, wie stark ein Grundnahrungsmittel wie Weizen von weltwirtschaftlichen, politischen und ökologischen Faktoren abhängt – und wie eng Hunger, Reichtum und Spekulation miteinander verknüpft sind. Methodisch kann der Artikel als Grundlage für ein Rollenspiel genutzt werden: Verschiedene Gruppen übernehmen die Rolle von Produzenten, Händlern, Regierungen, NGOs oder Konsumenten und diskutieren über faire Preise und nachhaltige Produktion. Auch eine Kartenarbeit, bei der Export- und Importländer markiert werden, verdeutlicht die globalen Zusammenhänge. Eine Diskussion kann sich an Fragen wie „Wer profitiert vom globalen Weizenhandel?“ oder „Was hat Weizen mit Gerechtigkeit zu tun?“ entzünden. Kreative Aufgaben könnten das Gestalten einer Infografik über die Wege des Weizens oder die Entwicklung eines Projekts zu „fair gehandelten Lebensmitteln“ sein. So fördert der Artikel nicht nur ökonomisches und politisches Wissen, sondern auch die Auseinandersetzung mit ethischen und religiösen Fragen zu Gerechtigkeit und Verantwortung.

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