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Frank Lüdke

Frank Lüdke

Die Lausanner Bewegung

KG 172

Veröffentlichung:10.12.2020

Das Video gibt einen fundierten Überblick über die Entstehung, Entwicklung und weltweite Bedeutung der Lausanner Bewegung. Ausgehend von den theologischen Entwicklungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten erläutert es die Entstehung des modernen Evangelikalismus und dessen Abgrenzung vom Fundamentalismus. Einen Schwerpunkt bildet die Person Billy Graham, dessen Anliegen die weltweite Zusammenarbeit evangelikaler Christinnen und Christen sowie die Förderung der Evangelisation war. Das Video beschreibt die internationalen Weltkongresse für Evangelisation in Berlin, Lausanne, Manila und Kapstadt sowie die Entstehung zentraler Dokumente wie der Lausanner Verpflichtung, des Manila Manifests und des Cape Town Commitment. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Lausanner Bewegung in Deutschland sowie ihr Verhältnis zur Evangelischen Allianz und zur ökumenischen Bewegung dargestellt.

Das Video führt in die Entstehung und Bedeutung der Lausanner Bewegung ein, die 1974 mit dem Weltkongress für Evangelisation in Lausanne begann. Es stellt zentrale Persönlichkeiten wie Billy Graham und John Stott vor, thematisiert die Verbindung von Evangelisation und sozialem Engagement und zeigt auf, wie die Bewegung bis heute missionarische Impulse für die weltweite Kirche gibt. Dabei wird deutlich, dass die Lausanner Bewegung als Plattform für Austausch, Einheit und strategische Zusammenarbeit von Christinnen und Christen aus aller Welt fungiert.



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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für berufsbildende Schulen. Es ermöglicht den Lernenden, die Entstehung einer bedeutenden internationalen evangelikalen Bewegung kennenzulernen und deren theologisches Selbstverständnis historisch einzuordnen. Gleichzeitig eröffnet das Medium die Möglichkeit, unterschiedliche Auffassungen von Mission, Evangelisation, gesellschaftlicher Verantwortung und ökumenischer Zusammenarbeit kritisch zu vergleichen.

Als Unterrichtseinstieg bietet sich die Frage an, welche Aufgaben Kirche heute erfüllen soll. Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen formulieren und zwischen Verkündigung, sozialem Engagement, Frieden, Gerechtigkeit und Bildung unterscheiden. Im Anschluss zeigt das Video, wie diese Fragen innerhalb verschiedener christlicher Bewegungen unterschiedlich beantwortet wurden.

Während des Videos empfiehlt sich die Erstellung eines Zeitstrahls mit den wichtigsten Stationen der Lausanner Bewegung. Die Lernenden halten dabei die Entstehung des Evangelikalismus, den Berliner Weltkongress von 1966, den Kongress von Lausanne 1974, die Folgekongresse in Manila und Kapstadt sowie die wichtigsten Dokumente fest. Dadurch werden historische Zusammenhänge übersichtlich sichtbar.

Ebenso eignet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit. Einzelne Gruppen können die Entwicklung des Evangelikalismus, die Bedeutung Billy Grahams, die Lausanner Verpflichtung, das Manila Manifest, das Cape Town Commitment oder die Entwicklung der Lausanner Bewegung in Deutschland untersuchen. Die Ergebnisse werden anschließend vorgestellt und miteinander verglichen.

Im weiteren Unterricht kann ein Vergleich zwischen der Lausanner Bewegung und der ökumenischen Bewegung vorgenommen werden. Die Lernenden analysieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich ihres Missionsverständnisses, ihrer theologischen Schwerpunkte und ihrer Zielsetzungen. Dadurch entwickeln sie die Fähigkeit, unterschiedliche Positionen innerhalb des Christentums sachgerecht einzuordnen.

Zur Vertiefung bietet sich die Analyse ausgewählter Originalquellen an. Auszüge aus der Lausanner Verpflichtung können hinsichtlich ihres Verständnisses von Evangelisation, sozialer Verantwortung und der Autorität der Bibel untersucht werden. Dadurch erwerben die Lernenden Kompetenzen im Umgang mit theologischen Grundlagentexten.

Eine abschließende Transferaufgabe kann die Frage behandeln, welche Bedeutung weltweite christliche Netzwerke heute besitzen und wie Mission und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können. Die Lernenden entwickeln hierzu eigene begründete Positionen und setzen sich mit unterschiedlichen theologischen Sichtweisen auseinander.


Für den katholischen Religionsunterricht eröffnet das Video vielfältige Lernchancen: Lernende lernen ein ökumenisches Netzwerk kennen, das über konfessionelle Grenzen hinaus den Auftrag der Kirche in der Welt reflektiert. Methodisch empfiehlt sich zunächst ein gelenkter Impuls: Die Lernenden sehen das Video mit dem Auftrag, zentrale Begriffe (z. B. Evangelisation, Mission, Verantwortung, Ökumene) zu markieren. Im Anschluss kann eine arbeitsteilige Erschließung erfolgen: Gruppen ordnen die Schwerpunkte der Lausanner Bewegung in Kategorien wie „Theologische Grundlagen“, „Gesellschaftliche Verantwortung“ oder „Praktische Konsequenzen“. Diskussionsrunden fördern die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich das Spannungsfeld zwischen Glaubensverkündigung und sozialer Gerechtigkeit gestaltet. Auch ein Vergleich mit katholischen Initiativen (z. B. Weltjugendtag, Caritas, missio) ist sinnvoll, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Das Medium eignet sich besonders für Oberstufenkurse, die sich mit Fragen globaler Christentümer und missionarischer Praxis beschäftigen, und kann als Ausgangspunkt für Projektarbeiten oder eine Podiumsdiskussion im Unterricht dienen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Was ist die Lausanner Bewegung?

Die Lausanner Bewegung ist ein weltweites Netzwerk evangelikaler Christinnen und Christen, das sich besonders für Evangelisation, Mission und internationale Zusammenarbeit einsetzt.


Warum entstand die Lausanner Bewegung?

Sie entstand aus dem Wunsch, evangelikale Christinnen und Christen weltweit miteinander zu vernetzen und ein gemeinsames Verständnis von Mission und Evangelisation zu fördern. Gleichzeitig reagierte sie auf unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der ökumenischen Bewegung.


Welche Bedeutung hatte Billy Graham?

Billy Graham war die prägende Persönlichkeit der Lausanner Bewegung. Er initiierte internationale Kongresse für Evangelisation und setzte sich für die weltweite Zusammenarbeit evangelikaler Christinnen und Christen ein.


Welche Bedeutung hatte der Berliner Kongress von 1966?

Der Berliner Kongress gilt als wichtiger Ausgangspunkt der internationalen evangelikalen Zusammenarbeit. Er brachte erstmals zahlreiche evangelikale Leitungsverantwortliche aus vielen Ländern zusammen und prägte auch die Entwicklung des Begriffs Evangelikale im deutschen Sprachraum.


Warum war der Kongress von Lausanne im Jahr 1974 besonders wichtig?

Der Kongress führte zur Gründung der Lausanner Bewegung und verabschiedete mit der Lausanner Verpflichtung eines der wichtigsten Grundsatzdokumente des weltweiten Evangelikalismus.


Welche Inhalte betont die Lausanner Verpflichtung?

Sie unterstreicht die zentrale Bedeutung der Evangelisation, bekräftigt die Autorität der Bibel und verbindet die Verkündigung des Evangeliums mit der Verantwortung für soziale und gesellschaftliche Fragen.


Welche Rolle spielt die soziale Verantwortung in der Lausanner Bewegung?

Das Video macht deutlich, dass soziale Verantwortung als wichtiger Bestandteil christlichen Handelns verstanden wird. Gleichzeitig bleibt die Evangelisation der zentrale Auftrag der Bewegung.


Welche Bedeutung hatten die Kongresse in Manila und Kapstadt?

Sie entwickelten die Anliegen der Lausanner Bewegung weiter, stärkten die internationale Zusammenarbeit und verabschiedeten weitere grundlegende Dokumente für die weltweite evangelikale Bewegung.


Welche Bedeutung besitzt die Lausanner Bewegung für Deutschland?

Das Video beschreibt ihren Einfluss auf die evangelikale Zusammenarbeit, die Gründung des deutschen Zweigs der Lausanner Bewegung sowie missionarische Initiativen wie Pro Christ.


Welche zentrale Aussage vermittelt das Video?

Das Video verdeutlicht, dass die Lausanner Bewegung weltweit Christinnen und Christen miteinander verbinden möchte, um den Auftrag der Evangelisation gemeinsam wahrzunehmen und dabei zugleich Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 5. Ökumene als Auftrag und Verpflichtung.

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