Für den katholischen Religionsunterricht eröffnet dieses Medium vielfältige Zugänge: Es eignet sich, um die Reformation nicht nur auf Luther zu verengen, sondern die Vielfalt reformatorischer Bewegungen sichtbar zu machen. Methodisch kann das Medium sowohl zur Einführung in die Thematik „Reformation in Europa“ als auch zur Vertiefung der Frage nach Bibelauslegung, Sakramentenverständnis und dem Verhältnis von Religion und Politik eingesetzt werden. Denkbar sind arbeitsteilige Gruppenaufträge (z. B. Luther – Zwingli – Calvin im Vergleich), die Bearbeitung von Schlüsselszenen aus dem Medium mit anschließender Diskussion oder eine kontroverse Debatte zur Abendmahlsfrage in Rollenspiel-Form. Für eine vertiefte Reflexion im katholischen Religionsunterricht bietet sich die Frage an, wie die unterschiedlichen reformatorischen Positionen das eigene Verständnis von Eucharistie und kirchlicher Gemeinschaft herausfordern und bereichern können.