Für den Unterricht bietet das Medium einen anschaulichen Zugang zur klösterlichen Reformbewegung im Mittelalter. Es eignet sich besonders, um die unterschiedlichen geistlichen Leitbilder – Cluny mit seiner liturgischen Pracht und Vernetzung einerseits, die Zisterzienser mit der Rückkehr zu Armut und Einfachheit andererseits – im Vergleich zu betrachten. Methodisch empfiehlt es sich, das Medium in eine Unterrichtssequenz einzubetten, die zunächst durch ein Brainstorming zu „Kloster“ bzw. „Mönchsideal“ das Vorverständnis der Schülerinnen und Schüler aktiviert. Anschließend kann das Video in Abschnitten geschaut und durch gezielte Arbeitsaufträge begleitet werden, etwa durch die Erstellung einer Vergleichstabelle Cluny – Zisterzienser. Vertiefend könnten die Lernenden anhand von Bildquellen (Kirchenbauten, Grundrisse) die verschiedenen Spiritualitätsformen nachvollziehen oder in Rollenspielen die Motive der Reformbewegungen erschließen. In höheren Jahrgangsstufen lässt sich zudem eine Verbindung zur Frage nach Macht und Spiritualität in der Kirche herstellen sowie eine Diskussion über heutige Reformbedürfnisse anknüpfen.