Didaktisch eignet sich das Medium besonders für die gymnasiale Oberstufe, da es nicht nur Faktenwissen vermittelt, sondern auch die Perspektive der Kirchengeschichte auf den Islam sichtbar macht. Lehrkräfte können das Video als Impuls für die Analyse unterschiedlicher Wahrnehmungen und Deutungen nutzen: Wie wurde der Islam historisch von Seiten der Kirche verstanden? Welche Narrative haben das Bild geprägt? In Gruppenarbeiten können Schüler*innen verschiedene Epochen oder Texte untersuchen, die im Video angesprochen werden, und sie mit heutigen Dialogansätzen vergleichen. Methodisch bietet sich eine Kombination aus Videoanalyse, Quellenarbeit (z. B. Konzilstexte, Papstreden oder mittelalterliche Schriften) und Diskussion an. Zur Vertiefung könnten Lernende ihre eigenen Vorstellungen vom Islam mit den historischen Darstellungen kontrastieren und in einem Portfolio oder einer digitalen Mindmap festhalten. Wichtig ist dabei, die historische Distanz herauszuarbeiten, aber zugleich die Brücken zum heutigen interreligiösen Dialog aufzuzeigen.