Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium die Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Entstehung zentraler Glaubensbekenntnisse zu geben und zugleich die Spannung zwischen Theologie, Politik und Geschichte zu verdeutlichen. Didaktisch empfiehlt sich eine Arbeit in mehreren Schritten: Zunächst können die Lernenden das Video rezipieren und sich mithilfe von Leitfragen einen Überblick verschaffen (z. B.: Wer sind die Hauptakteure? Was war der Kern des Streits? Welche Folgen hatte das Konzil von Nicäa?). Anschließend bietet sich eine vertiefende Arbeitsphase an, in der die Schüler*innen in Gruppen einzelne Positionen (Arianer, Athanasius, Kaiser Konstantin) erarbeiten und in einer kurzen Simulation verteidigen. So wird nachvollziehbar, dass Glaubenssätze nicht im „luftleeren Raum“ entstanden, sondern in einem Ringen um Wahrheit und Einheit. Methodisch lässt sich auch ein Vergleich zum heutigen Glaubensbekenntnis ziehen: Welche Formulierungen finden sich dort wieder? Schließlich können die Schülerinnen und Schüler reflektieren, was diese Debatten für das heutige Verständnis von „Glaube an den dreifaltigen Gott“ bedeuten.