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Frank Lüdke

Frank Lüdke

KG 017 Der Arianische Streit

KG 017 Der Arianische Streit

Veröffentlichung:6.4.2020

Das Video führt in den Arianischen Streit ein, einen der bedeutendsten theologischen Konflikte der Alten Kirche. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Wesen Jesu Christi: Ist Jesus wahrer Gott, ein von Gott geschaffenes Wesen oder ein von Gott besonders erwählter Mensch? Das Medium erläutert die unterschiedlichen theologischen Positionen der ersten Jahrhunderte, stellt die Lehre des Arius sowie die Gegenposition des Athanasius vor und zeigt, wie das Erste Konzil von Nicäa im Jahr 325 zu einer grundlegenden Entscheidung für das christliche Glaubensverständnis gelangte. Darüber hinaus wird deutlich, weshalb diese Auseinandersetzung bis heute das Glaubensbekenntnis vieler christlicher Kirchen prägt und welche Bedeutung die Frage nach der Gottheit Jesu für den christlichen Glauben besitzt.

Das Video behandelt die Auseinandersetzung um die Lehre des Arius im 4. Jahrhundert, die die Kirche in eine tiefe Krise stürzte. Im Zentrum steht die Frage, ob Christus wahrer Gott oder lediglich ein von Gott geschaffenes Wesen ist. Das Video zeichnet die Entstehung, die theologischen Positionen und die Eskalation des Konflikts nach, erläutert das Konzil von Nicäa (325) und seine Folgen für das christliche Glaubensbekenntnis und verdeutlicht so, wie sehr theologische Fragen mit kirchlicher Einheit, Machtpolitik und Glaubenspraxis verknüpft waren.



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Das Video eignet sich für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II innerhalb der Themen Kirchengeschichte, Christologie, Trinität und Entwicklung der Glaubensbekenntnisse. Es vermittelt ein zentrales Kapitel der Alten Kirche und verbindet historische Ereignisse mit grundlegenden theologischen Fragestellungen, die bis heute für das Verständnis des christlichen Glaubens von großer Bedeutung sind.

Als Einstieg bietet sich die Frage an, wie die Lernenden Jesus beschreiben würden. Die Antworten können gesammelt und anschließend mit neutestamentlichen Aussagen verglichen werden. Dadurch wird deutlich, dass bereits die ersten Christen vor der Herausforderung standen, die Person Jesu angemessen zu beschreiben. Das Video zeigt anschaulich, dass unterschiedliche Bibelstellen verschiedene Akzente setzen und deshalb zu unterschiedlichen theologischen Deutungen führten.

Während der Rezeption des Videos können die Lernenden eine Übersicht erstellen, in der die wichtigsten Positionen des Arius, des Athanasius und der Beschlüsse des Konzils von Nicäa gegenübergestellt werden. Dabei sollen insbesondere die Begriffe geschaffen, gezeugt und gleichen Wesens erläutert werden. Diese Begriffe bilden den Schlüssel zum Verständnis der christologischen Debatte und erleichtern den Zugang zum Glaubensbekenntnis der Kirche.

Im Anschluss eignet sich das Medium hervorragend für eine strukturierte Diskussion. Eine Gruppe vertritt die Position des Arius und begründet, weshalb Jesus nicht mit Gott gleichgesetzt werden könne. Eine zweite Gruppe erläutert die Argumentation des Athanasius und verteidigt die Wesensgleichheit von Vater und Sohn. Eine dritte Gruppe bewertet die Bedeutung des Konzils von Nicäa für die Einheit der Kirche und für die Entwicklung des christlichen Glaubens. Auf diese Weise lernen die Lernenden, historische Positionen sachgerecht darzustellen und theologische Argumente kritisch zu beurteilen.

Darüber hinaus bietet das Video zahlreiche Möglichkeiten zur Quellenarbeit. Die Lernenden können ausgewählte Bibelstellen untersuchen, die im Video erwähnt werden, und ihre Aussagen über Jesus miteinander vergleichen. Ebenso kann das Nicänische Glaubensbekenntnis analysiert und mit heutigen Gottesdienstformen in Verbindung gebracht werden. Dadurch wird sichtbar, dass historische Konzilien nicht nur vergangene Ereignisse darstellen, sondern bis heute das kirchliche Leben, den Gottesdienst und das christliche Selbstverständnis prägen.

Das Medium fördert insbesondere die historische Urteilskompetenz, die Fähigkeit zur theologischen Argumentation sowie das Verständnis zentraler Glaubensaussagen. Gleichzeitig eröffnet es den Lernenden die Möglichkeit, über die Bedeutung Jesu für den eigenen Glauben und für das christliche Menschenbild nachzudenken.


Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um den Schülerinnen und Schülern die Entstehung und Bedeutung von Dogmen näherzubringen. Der Arianische Streit kann exemplarisch aufzeigen, dass christlicher Glaube nicht zeitlos und statisch vorliegt, sondern in Konflikten, Diskussionen und auch politischen Auseinandersetzungen Gestalt gewinnt. Methodisch empfiehlt es sich, das Video zunächst als Einführung zu nutzen, um die historische Ausgangssituation und die Positionen der Streitparteien zu verdeutlichen. Anschließend können die Lernenden in Gruppenarbeit unterschiedliche Rollen (Arius, Athanasius, Kaiser Konstantin, Konzilsväter) übernehmen und eine kurze Debatte inszenieren. So wird erfahrbar, dass Glaubensaussagen nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis intensiver Auseinandersetzung sind. In einer vertiefenden Phase lässt sich der Bezug zum Glaubensbekenntnis der Messe herstellen, wodurch deutlich wird, wie sehr dieser Streit bis heute nachwirkt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Frage nach „Wer ist Jesus Christus?“ ins Heute zu übertragen und die Relevanz dieser Antwort für die persönliche Glaubenshaltung zu reflektieren.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Worum ging es im Arianischen Streit?

Der Arianische Streit beschäftigte sich mit der Frage, wer Jesus Christus ist und ob er wahrer Gott oder ein von Gott geschaffenes Wesen ist.


Welche Auffassung vertrat Arius?

Arius lehrte, dass Jesus das erste und höchste Geschöpf Gottes sei. Nach seiner Auffassung gab es eine Zeit, in der der Sohn noch nicht existierte.


Welche Gegenposition vertrat Athanasius?

Athanasius vertrat die Auffassung, dass Jesus von Ewigkeit her existiert, nicht geschaffen, sondern gezeugt und mit dem Vater gleichen Wesens ist. Nur so könne Christus die Menschheit wirklich erlösen.


Welche Bedeutung hatte das Konzil von Nicäa?

Das Konzil von Nicäa legte im Jahr 325 fest, dass Jesus Christus mit Gott dem Vater gleichen Wesens ist. Diese Entscheidung wurde zur Grundlage des christlichen Glaubensbekenntnisses.


Warum war die Frage nach dem Wesen Jesu so wichtig?

Von der Antwort hängt das christliche Verständnis von Erlösung, Gottesbild und Anbetung Jesu ab. Wenn Jesus wahrer Gott ist, kann er Erlöser der Welt sein und als Gott verehrt werden.


Welche Rolle spielte Kaiser Konstantin?

Konstantin berief das Konzil von Nicäa ein, um den theologischen Streit zu beenden und die Einheit der Kirche innerhalb des Römischen Reiches zu fördern.


Welche Bedeutung besitzt der Arianische Streit für die Gegenwart?

Die damaligen Entscheidungen prägen bis heute die Glaubensbekenntnisse vieler christlicher Kirchen und bilden eine wichtige Grundlage für das Verständnis der Person Jesu Christi.


Welche Kompetenzen erwerben die Lernenden durch das Video?

Die Lernenden erläutern die Ursachen und den Verlauf des Arianischen Streites, vergleichen unterschiedliche christologische Positionen, erklären die Beschlüsse des Konzils von Nicäa und beurteilen deren Bedeutung für den christlichen Glauben bis in die Gegenwart.

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