Didaktisch ist dieses Medium besonders sensibel einzusetzen, da es ein schwerwiegendes und emotional belastendes Thema behandelt. Es eignet sich, um Fragen nach Verantwortung, Schuld, Macht und Reform innerhalb der Kirche aufzugreifen. Methodisch sollte der Beitrag in einem geschützten Rahmen gehört und mit klaren Gesprächsregeln aufgearbeitet werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Aspekte wie Ursachen, Folgen für Betroffene, Reaktionen der Kirche und notwendige Reformen zu erarbeiten. Wichtig ist dabei, immer wieder zu betonen, dass es um strukturelle Fragen und gesellschaftliche Verantwortung geht. Anschließend kann ein Vergleich mit der Situation in Deutschland erfolgen, wo Aufarbeitungsprozesse ebenfalls stattfinden. Kreative, aber sensible Arbeitsformen könnten z. B. das Entwerfen eines Forderungskatalogs für mehr Gerechtigkeit oder ein Rollenspiel zu einer fiktiven Anhörung sein. Der Beitrag fördert damit ethisches Urteilen, kritisches Nachdenken über kirchliche Verantwortung und Sensibilität für den Schutz von Menschenrechten.