Didaktisch und methodisch eignet sich das Medium besonders für den Einsatz in der Oberstufe, kann aber auch in der Mittelstufe mit entsprechender Rahmung genutzt werden. Lehrkräfte können es als Impuls am Beginn einer Unterrichtsreihe zu „Leid, Schuld und Gerechtigkeit“ einsetzen, um die existenzielle Relevanz des Themas sichtbar zu machen. Methodisch bietet es sich an, die präsentierten Argumentationslinien in Kleingruppenarbeit zu erschließen und anschließend im Plenum zu diskutieren. Durch kreative Methoden wie Standbilder, Rollendiskussionen (z. B. „Augustinus vs. moderne Philosophie“) oder Schreibaufträge (persönliche Gebete, Klagepsalmen in heutiger Sprache) kann das Medium vertieft und existenziell angebunden werden. Auch eine Verbindung zu aktuellen Ereignissen – Naturkatastrophen, Krieg, persönliche Erfahrungen der Lernenden – macht den Zugang lebendig. Wichtig ist, den Raum für Zweifel, Fragen und auch für das Eingeständnis der bleibenden Unlösbarkeit offen zu halten. Im Kontext des katholischen Religionsunterrichts kann das Medium zudem in den Fächerverbund mit Philosophie oder Ethik eingebunden und zur Schulung argumentativer Kompetenzen genutzt werden.