Für den Religionsunterricht eröffnet das Video vielfältige didaktische Zugänge. Die Filmsequenzen eignen sich hervorragend zur Einführung oder Vertiefung der Thematik, da sie die oft sperrigen Textstellen verständlich aufbereiten und zugleich zur kritischen Reflexion anregen. Methodisch bietet es sich an, einzelne Sequenzen gezielt einzusetzen, um sie anschließend im Plenum oder in Kleingruppen zu diskutieren. So können Schülerinnen und Schüler etwa die Aktualität der Feindesliebe oder die Bedeutung der Goldenen Regel in heutigen Konflikten reflektieren. Ebenso können kontrastierende Zugänge gewählt werden: Die Lernenden analysieren, wo die Bergpredigt als „unerfüllbar“ kritisiert wurde, und setzen dies ins Verhältnis zu den Visionen einer besseren Welt. Besonders fruchtbar ist es, die Aussagen der Bergpredigt mit konkreten ethischen Dilemmata der Gegenwart (z. B. Gewalt, Konsum, soziale Gerechtigkeit) zu konfrontieren und so Transferleistungen zu fördern. Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch kreative Aufgaben wie das Gestalten moderner Seligpreisungen oder das Entwickeln eigener Szenen, in denen die Ethik Jesu sichtbar wird.