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ERF Jess – Talkwerk

ERF Jess – Talkwerk

Physiker stellt Glaube auf die Probe

Gibt es einen Gott?

Veröffentlichung:2.11.2022

Das Video erzählt die persönliche Glaubensgeschichte eines Physikers, der dem christlichen Glauben lange skeptisch gegenüberstand. Er beschreibt, dass er Religion zunächst für überflüssig hielt und glaubte, der Mensch könne die Welt allein mit Vernunft und Wissenschaft verstehen. Christinnen und Christen erschienen ihm lebensfern und wenig überzeugend. Erst durch die Bekehrung seiner späteren Ehefrau begann er, sich intensiver mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Gespräche, Bücher, Gottesdienste und eigene Erfahrungen führten dazu, dass sich seine Einstellung langsam veränderte. Er berichtet, dass sein Glaube nicht durch ein einzelnes emotionales Erlebnis entstand, sondern durch einen längeren Prozess des Nachdenkens, Fragens und Betens. Auch persönliche Krisen wie eine schwere Lungenembolie vertieften sein Vertrauen auf Gott. Das Video zeigt eindrucksvoll, dass sich Glaube und wissenschaftliches Denken nicht ausschließen müssen und dass Glauben sowohl den Verstand als auch persönliche Erfahrungen einbezieht.

Diese Videoreihe zeigt, wie Menschen ohne Sinn und Hoffnung im Leben eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen.

Der promovierte Physiker Jörg Dechert hat keine hohe Meinung von Christen. Er hält sie für lebensuntauglich und schwach. Ihren Glauben sieht er als Krücke, die er selbst nicht nötig hat. Doch dann verkündet ausgerechnet seine damalige Freundin und heutige Frau, dass sie Christin geworden ist. Halbherzig setzt sich Jörg Dechert daraufhin selbst mit dem Glauben auseinander. Als studierter Physiker experimentiert er mit dem Konzept „Gott“ und wartet auf Antwort. Dass diese sein ganzes Leben auf den Kopf stellen würde, damit rechnet er zu dem Zeitpunkt nicht. Wie es trotzdem dazu gekommen ist, erzählt er in der Sendung.


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Das Video eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu den Themen Glaube und Naturwissenschaft, Gottesbilder, Zweifel, Bekehrung, Glaubensentwicklung, Vernunft und persönliche Erfahrungen. Es eröffnet Lernenden einen lebensnahen Zugang zu der Frage, wie Menschen mit wissenschaftlichem Hintergrund ihren Glauben entwickeln und wie sich Denken und Glauben gegenseitig ergänzen können.

Vor dem Ansehen können Lernende ihre Vorstellungen darüber austauschen, ob sich Naturwissenschaft und Religion widersprechen oder ergänzen. Ebenso kann die Frage diskutiert werden, welche Vorurteile Menschen gegenüber religiösen oder nicht religiösen Personen haben. Die Ergebnisse können gesammelt und nach dem Video erneut aufgegriffen werden.

Während des Videos können Lernende wichtige Stationen der Glaubensentwicklung notieren. Dazu gehören seine skeptische Haltung gegenüber dem Glauben, die Veränderung durch seine spätere Ehefrau, die Begegnung mit christlichen Menschen, das Lesen von Büchern, das erste Gebet, die schrittweise Veränderung seiner Überzeugungen sowie die Erfahrungen während seiner Krankheit. Anschließend können diese Stationen auf einer Zeitleiste dargestellt und ausgewertet werden.

Nach dem Ansehen eignet sich das Video besonders für eine Diskussion über die Beziehung von Glauben und Vernunft. Gemeinsam kann herausgearbeitet werden, dass der Erzähler seinen Glauben nicht als Gegensatz zum wissenschaftlichen Denken versteht. Vielmehr beschreibt er den Glauben als eine persönliche Beziehung zu Gott, die sowohl Nachdenken als auch eigene Erfahrungen umfasst. Dabei kann auch die Bedeutung von Gebet, Gemeinschaft und persönlicher Reflexion thematisiert werden.

Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit an. Eine Gruppe untersucht die Vorurteile des Erzählers gegenüber Christinnen und Christen und deren Veränderung. Eine weitere Gruppe arbeitet heraus, welche Rolle Bücher, Gespräche und eigene Erfahrungen für seinen Glaubensweg spielen. Eine dritte Gruppe analysiert seine Aussagen zum Verhältnis von Glaube und Vernunft. Eine vierte Gruppe beschäftigt sich mit den Erfahrungen während seiner Krankheit und der Bedeutung von Hoffnung, Gebet und Gemeinschaft in Krisenzeiten.

Das Video eignet sich außerdem für eine Podiumsdiskussion oder eine Pro und Kontra Debatte zur Frage, ob wissenschaftliches Denken und religiöser Glaube miteinander vereinbar sind. Ebenso kann das Video als Ausgangspunkt dienen, um unterschiedliche Formen der Glaubensentwicklung kennenzulernen und zu verdeutlichen, dass religiöse Überzeugungen häufig in einem längeren persönlichen Prozess entstehen. Das Medium fördert die Reflexionskompetenz der Lernenden und lädt dazu ein, eigene Vorstellungen über Glauben, Zweifel und Weltdeutung kritisch zu hinterfragen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Wie dachte der Erzähler zu Beginn über den christlichen Glauben?

Er hielt Religion für überflüssig und glaubte, dass Vernunft und Wissenschaft ausreichen, um die Welt zu verstehen.


Welche Vorurteile hatte er gegenüber Christinnen und Christen?

Er hielt sie für wenig überzeugend und meinte, sie bräuchten den Glauben als Unterstützung für ihr Leben.


Was brachte ihn dazu, sich mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen?

Die Glaubensentscheidung seiner späteren Ehefrau führte dazu, dass er sich intensiver mit christlichen Überzeugungen auseinandersetzte.


Welche Bedeutung hatten Bücher für seinen Glaubensweg?

Durch Bücher und philosophische Überlegungen erkannte er, dass christlicher Glaube vernünftig durchdacht werden kann und Denken nicht ausschließt.


Wie beschreibt er sein erstes Gebet?

Er betete zunächst mit großer Skepsis und bat Gott darum, sich bemerkbar zu machen, falls es ihn wirklich geben sollte.


Entstand sein Glaube plötzlich oder schrittweise?

Er beschreibt seinen Glaubensweg als einen längeren Prozess, in dem sich seine Sichtweise langsam veränderte.


Welche Rolle spielte die Lungenembolie für seinen Glauben?

Während der Krankheit erlebte er die Unterstützung anderer Menschen durch Gebet und gewann ein tieferes Vertrauen auf Gott.


Wie beschreibt er heute das Verhältnis von Glauben und Vernunft?

Er ist überzeugt, dass Glauben und Denken zusammengehören und dass der christliche Glaube nicht verlangt, auf kritisches Nachdenken zu verzichten.


Welche Bedeutung hat Gott für ihn heute?

Er beschreibt Gott als zugleich unendlich groß und dennoch jedem Menschen persönlich nahe.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Glaube kann sich in einem langen persönlichen Prozess entwickeln und schließt kritisches Denken, Fragen und wissenschaftliche Erkenntnisse nicht aus.

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