Kernstück des Moduls ist das Spiel „Schokolade macht glücklICH“: Eine Tafel Schokolade wird durch die Klasse weitergereicht – jede Person darf ein beliebig großes Stück abbrechen, bis nichts mehr übrig ist. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Spiel erzeugt emotionale Reaktionen und Gespräche über gerechtes Handeln, Selbstverantwortung und soziale Erwartungen. In anschließenden Reflexionsphasen äußern sich die Schüler:innen zu ihren Empfindungen während des Spiels, benennen Gerechtigkeitserfahrungen aus dem Alltag und entwickeln gemeinsam Regeln für ein gerechteres Miteinander in der Klasse.
Ein ergänzender Fragebogen zur Gerechtigkeit (Arbeitsblatt) lädt zur vertieften Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, Reaktionen und Lösungsvorschlägen ein. Die Einheit schließt mit einer Klassenvereinbarung ab, die sichtbar im Raum aufgehängt wird – ein praktischer Schritt hin zu gelebter Verantwortung und Mitgestaltung.
Im katholischen Religionsunterricht kann dieser Impuls hervorragend zur Thematisierung von Gerechtigkeit, sozialem Handeln, Nächstenliebe, Verantwortung und Menschenwürde genutzt werden. Der Alltagsbezug und das erfahrungsbasierte Lernen ermöglichen eine unmittelbare Verbindung zur Lebenswelt der Jugendlichen. Darüber hinaus lassen sich biblische Impulse und Grundsätze der katholischen Soziallehre (z. B. Solidarität, Gemeinwohl, personale Würde) anschließen.
Die Einheit eignet sich für einzelne Unterrichtsstunden, Methodenmodule zur Klassenentwicklung oder als Einstieg in größere Themenkomplexe wie soziale Gerechtigkeit, Moral oder Zusammenleben in Vielfalt.