Das Material besteht aus drei eigenständigen Spiel- und Reflexionseinheiten:
Traumhaus gestalten: Die Lernenden entwerfen in Kleingruppen ihre persönlichen Traumhäuser und reflektieren im Anschluss gemeinsam über Wohnbedürfnisse, Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie die Bedürfnisse verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Jugendliche, Familien oder Senior:innen.
Auswahlverfahren – Rollenspiel: Fünf Bewerber:innen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund bewerben sich bei einem fiktiven Vermieter oder einer Vermieterin um dieselbe Wohnung. Die Gruppe entscheidet, wer die Wohnung bekommt – und diskutiert im Anschluss Kriterien, Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen am Wohnungsmarkt.
Perspektivwechsel – Diskussion: In einer kontrastierenden Debatte übernehmen die Schüler:innen Positionen zur Wohnsituation einer älteren Frau, die ihre Wohnung wegen steigender Mieten verlassen muss. Argumentativ gestützt entwickeln sie Lösungsideen für einen sozial gerechten Umgang mit Wohnraummangel.
Diese Unterrichtseinheiten sind methodisch abwechslungsreich (Kreativarbeit, Rollenspiel, Diskussionsformate) und fördern zentrale Kompetenzen wie ethisches Urteilen, Perspektivübernahme, Empathie und soziale Verantwortung. Für den katholischen Religionsunterricht lassen sich dabei Bezüge zur katholischen Soziallehre, insbesondere zu den Prinzipien der Solidarität, der Gerechtigkeit, der Option für die Armen und dem Recht auf menschenwürdiges Wohnen herstellen. Auch Bibelstellen zu Gastfreundschaft, Besitz, Gerechtigkeit oder Heimat können fruchtbar eingebunden werden (z. B. Jes 58,7 oder Mt 25,35).
„Wohnopoly“ eignet sich für projektorientierten Unterricht, Sozialaktionen, Gruppenstunden oder als Einstieg in Themen wie Armut, Stadtentwicklung, Gemeinwohl und Zusammenleben in der Gesellschaft.