Das Spiel basiert auf einer einfachen Mechanik: Aus der Gruppe werden zwei Schüler:innen als „Katzen“ ausgewählt, die anderen übernehmen die Rolle von „Mäusen“. Im Geheimen bestimmen die Mäuse eine „schwächste Maus“, die sie im anschließenden Laufspiel vor den Katzen beschützen müssen. Die Katzen wiederum versuchen, die schwächste Maus zu erkennen und zu fangen. Dabei entwickeln die Mäuse kooperative Schutzstrategien und erleben spielerisch die Bedeutung von Zusammenhalt und Fürsorge.
In der anschließenden Reflexionsphase sprechen die Jugendlichen über ihre Rollen: Wie fühlte es sich an, die „schwächste Maus“ zu sein? Welche Emotionen entstanden bei den Katzen? Wie wirksam war der Schutz der Gruppe? Aufbauend darauf wird diskutiert, wer in unserer Gesellschaft heute die „schwächsten Mäuse“ sind – also Menschen, die besonderen Schutz benötigen. Ebenso wird reflektiert, wer als „Katze“ – im Sinne eines Angreifers oder Verursachers von Ungerechtigkeit – agiert. Die Erkenntnisse werden gemeinsam gesichert und weitergedacht: Wie kann solidarisches Handeln im Alltag gestärkt werden?
Didaktisch bietet das Spiel einen ausgezeichneten Zugang zur christlich-sozialethischen Bildungsarbeit. Begriffe wie Nächstenliebe, Schutz der Schwachen und Verantwortung in Gemeinschaft werden hier nicht nur besprochen, sondern leiblich erfahrbar gemacht. Das Spiel eignet sich hervorragend für die Thematisierung der Option für die Armen (eine zentrale Leitlinie der katholischen Soziallehre) sowie zur Verbindung mit biblischen Erzählungen, z. B. vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37).
Der Impuls lebt von der aktiven Beteiligung der Schüler:innen und fördert neben der Sozialkompetenz auch Empathie und Verantwortungsbewusstsein – Fähigkeiten, die zentral für eine werteorientierte religiöse Bildung sind.