Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule und für die Orientierungsstufe. Ebenso kann es im Distanzunterricht oder zum selbstständigen Lernen eingesetzt werden. Die Verbindung von Erzählvideo und Arbeitsblatt ermöglicht einen abwechslungsreichen und handlungsorientierten Unterricht. Die Lernenden können zunächst die jeweilige Geschichte ansehen oder hören und anschließend ihre Eindrücke im Unterrichtsgespräch austauschen. Die Arbeitsaufträge fördern kreatives Gestalten, Perspektivwechsel und die persönliche Auseinandersetzung mit den biblischen Texten. Durch Malaufgaben, Schreibimpulse und offene Reflexionsfragen werden unterschiedliche Zugänge zum Lernen eröffnet und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten unterstützt. Die Wundergeschichten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Vertrauen, Angst, Hoffnung, Heilung, Gemeinschaft, Dankbarkeit und den Glauben an Gottes Hilfe. Darüber hinaus können die Erzählungen miteinander verglichen und hinsichtlich ihrer gemeinsamen Botschaft untersucht werden. Auch ein Transfer in die Lebenswelt der Lernenden bietet sich an, indem über Situationen gesprochen wird, in denen Menschen Hilfe, Trost, Mut oder Hoffnung erfahren. Das Medium fördert die Erzählkompetenz, die Deutung biblischer Texte, Empathie, religiöse Sprachfähigkeit sowie die Entwicklung eines altersgerechten Verständnisses von den Wundern Jesu als Zeichen der Liebe Gottes.
Zentrales Element jeder Einheit ist ein YouTube-Video, in dem die jeweilige Geschichte mit biblischen Erzählfiguren anschaulich und kindgerecht dargestellt wird. Die Videos sind unter dem Stichwort „TPI + Titel der Geschichte“ auf der Plattform auffindbar. Ergänzend zu den Videos gibt es jeweils ein Arbeitsblatt, das Nachdenk- und Gestaltungsaufgaben enthält. Diese fördern sowohl die persönliche Auseinandersetzung mit dem Gehörten als auch das kreative Ausdrucksvermögen der Kinder. Jedes Arbeitsblatt ist dabei auf eine spezifische Kompetenz ausgerichtet.
Die erste Einheit behandelt die Geschichte „Jesus stillt den Sturm“ (Markus 4,35–41). Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Frage auseinander, wer Jesus ist, dass sogar Wind und Wellen ihm gehorchen. Sie malen das Boot im Sturm, überlegen, warum Jesus zunächst schläft, und gestalten die „große Stille“ nach dem Wunder. In einer Schreibaufgabe halten sie fest, was die Jünger über Jesus denken könnten.
Die zweite Einheit thematisiert die „Heilung eines Aussätzigen“ (Lukas 5,12–13). Im Mittelpunkt steht das Vertrauen des Kranken in die heilende Kraft Jesu. Die Kinder versetzen sich in die Lage des Aussätzigen, formulieren ein Gebet, malen die Heilungsszene und schreiben aus Sicht des Geheilten, warum er auf Jesus vertraut hat.
In der dritten Einheit geht es um die „Heilung des blinden Bartimäus“ (Markus 10,46–52). Bartimäus ruft Jesus als „Sohn Davids“ an – ein Ausdruck seines Glaubens an den von Gott verheißenen Retter. Die Kinder gestalten die Rufsituation, versetzen sich in Bartimäus' Gedankenwelt, malen ein Bild zur Heilung und reflektieren, woher Jesus seine Kraft haben könnte.
Die vierte und letzte Einheit widmet sich der „Speisung der 5000“ (Matthäus 14,13–21). Hier geht es um das Wunder des Teilens und die Verbindung von Danken, Handeln und Himmel. Die Kinder überlegen, was sich die Menschen in der Geschichte von Gott wünschen könnten, malen die Szene des Weiterreichens von Brot und Fisch und gestalten ein Symbolbild zur biblischen Zahl 12, die für den Himmel steht.
Das Material bietet eine ausgewogene Mischung aus theologischer Grundlegung, kindgerechter Erzählweise und kreativen, bildgestützten Aufgaben. Es eignet sich besonders für projektorientierten Religionsunterricht und lässt sich gut mit künstlerischen Ausdrucksformen verbinden. Die klare Struktur sowie der enge Bezug zwischen Video und Arbeitsblatt ermöglichen eine flexible und zugleich vertiefende Umsetzung im Unterricht.