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Methodenhandbuch: Antimuslimischer Rassismus

Pädagogisches Begleitmaterial zur virtuellen Ausstellung

Veröffentlichung:10.6.2025

Das Medium erschließt das Buch Hiob als eine der bedeutendsten biblischen Erzählungen über Leid, Zweifel und Vertrauen auf Gott. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum unschuldige Menschen leiden und wie der Glaube angesichts von Krankheit, Verlust und Verzweiflung bestehen kann. Die Unterrichtseinheit führt die Lernenden anhand einer gekürzten Fassung des Hiobbuches schrittweise durch die Erzählung und zeigt die Entwicklung der Gottesbeziehung Hiobs vom anfänglichen Vertrauen über Klage, Anklage und Zweifel bis hin zu einer neuen Begegnung mit Gott. Ergänzend werden kreative Methoden wie Fadenbilder, Bildbetrachtungen, Gruppenarbeit, Rollenspiele und literarische Impulse vorgestellt, die den Zugang zu den existenziellen Fragen des Hiobbuches erleichtern. Das Material macht deutlich, dass das Buch Hiob keine einfache Antwort auf die Frage nach dem Leid gibt, sondern dazu einlädt, den eigenen Glauben, die eigene Hoffnung und den Umgang mit leidenden Menschen kritisch zu reflektieren. Dadurch eröffnet das Medium einen lebensnahen Zugang zur Theodizeefrage und zeigt die bleibende Aktualität der Hioberzählung für junge Menschen.

Das Methodenhandbuch "Antimuslimischer Rassismus" mit 75 Seiten ist als praxisnaher Leitfaden für die Arbeit mit Jugendlichen konzipiert und bietet eine fundierte Sammlung an Übungen, Materialien und Hintergrundinformationen rund um das Thema antimuslimischer Rassismus (AMR). Es ergänzt die multimediale virtuelle Ausstellung „Perspektiven auf antimuslimischen Rassismus“ von ufuq.de und ist sowohl für den Einsatz im Präsenz- als auch im Online-Unterricht geeignet.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe zwei sowie für berufliche Gymnasien und bietet vielfältige Möglichkeiten für einen existenziellen und kompetenzorientierten Unterricht. Die vorgeschlagenen Methoden knüpfen unmittelbar an die Erfahrungen der Lernenden an und fördern persönliche Reflexion ebenso wie theologisches Denken. Ein motivierender Einstieg gelingt durch die Gestaltung von Fadenbildern, in denen die Beziehung zwischen Mensch, Leid und Gott sichtbar gemacht wird. Die anschließende Betrachtung eines Marionettenbildes regt Gespräche über Freiheit, Abhängigkeit, Verantwortung und Gottesbeziehung an. Die gekürzte Hioberzählung ermöglicht den Lernenden einen verständlichen Zugang zum biblischen Originaltext und unterstützt die Erarbeitung der einzelnen Entwicklungsphasen Hiobs. Besonders gewinnbringend sind die Gruppenarbeiten, in denen Gedanken und Gefühle der handelnden Personen erschlossen, kreative Aktualisierungen entwickelt und Bezüge zur eigenen Lebenswelt hergestellt werden. Rollenspiele, Standbilder, Tagebucheinträge, Gedichte oder Gespräche fördern Empathie und Perspektivwechsel. Die abschließenden Impulstexte laden dazu ein, unterschiedliche Deutungen von Leid, Trost und Gottesnähe kritisch zu diskutieren. Das Medium eröffnet intensive Gespräche über Zweifel, Hoffnung, Vertrauen, Klage und Gottesbilder und zeigt, dass biblischer Glaube auch Raum für Fragen, Anklage und Unsicherheit lässt. Dadurch werden religiöse Urteilsfähigkeit, Dialogkompetenz, persönliche Glaubensreflexion und die Fähigkeit gefördert, biblische Erfahrungen mit den eigenen Lebenserfahrungen zu verbinden. Gleichzeitig stärkt das Material die Sensibilität für leidende Menschen und ermutigt zu einem respektvollen und mitfühlenden Umgang mit persönlichen Krisen und existenziellen Grenzerfahrungen.


Das Thema Religion wird interreligiös betrachtet (Christentum, Islam, andere Religionen). Es bietet viele Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit – zentrale Themen des katholischen Religionsunterrichts. Besonders relevant sind dabei die Übungen zur Identitätsentwicklung, zum Umgang mit Vorurteilen und zur gesellschaftlichen Verantwortung.
Darüber hinaus werden zentrale Begriffe wie Diskriminierung, Stereotype und Intersektionalität erläutert und in den Unterricht integriert – ein Gewinn für eine ethische, weltoffene und werteorientierte Unterrichtsgestaltung.
Umfang

Das Handbuch bietet eine wertvolle Unterstützung für eine lebensweltorientierte Unterrichtsgestaltung und eignet sich ideal für die Thematisierung von Menschenwürde, Gleichheit, Diversität, Solidarität und sozialer Verantwortung – zentrale Themen im katholischen Religionsunterricht.
Es sensibilisiert für gesellschaftliche Machtverhältnisse, fördert Empathie und Perspektivwechsel und unterstützt Lehrkräfte dabei, die Lebensrealitäten und Erfahrungen von Schüler*innen differenziert und reflektiert zu thematisieren.
Gerade die Themen Religion und Gesellschaft (z. B. Religionsfreiheit, Umgang mit Vielfalt) bieten gute Anknüpfungspunkte für den katholischen Religionsunterricht (z. B. zu den Themen Weltreligionen, Vorurteile und interreligiöser Dialog).

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Zusammenleben oder zusammen leben

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