Didaktisch eröffnet das Medium vielfältige Zugänge zu zentralen Themen des Religionsunterrichts in der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe. Der Film ermöglicht Lernenden eine intensive Auseinandersetzung mit Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit, der Bewahrung der Schöpfung sowie der Bedeutung von Heimat, kultureller Identität und Spiritualität. Ausgehend von den Erfahrungen der Guarani Kaiowá können Fragen nach der Würde des Menschen, nach Ausgrenzung, Macht und Verantwortung sowie nach den Folgen wirtschaftlicher Interessen für Mensch und Natur bearbeitet werden. Ebenso bietet sich ein Vergleich zwischen dem christlichen Verständnis von Schöpfungsverantwortung und dem naturverbundenen Weltbild der indigenen Gemeinschaft an. Methodisch eignet sich eine erste Filmsichtung mit Beobachtungsaufträgen zu Figuren, Konflikten und Symbolen. Anschließend können Schlüsselszenen analysiert, Rolleninterviews durchgeführt oder Perspektivwechsel durch Briefe oder Tagebucheinträge gestaltet werden. Diskussionsformen wie Pro Kontra Debatten oder Podiumsgespräche fördern die ethische Urteilsbildung zu Themen wie Landrechte, soziale Verantwortung und globale Gerechtigkeit. Darüber hinaus können biblische Texte zur Bewahrung der Schöpfung, zu Gerechtigkeit und Frieden mit den dargestellten Konflikten in Beziehung gesetzt werden. Kartenarbeit, Recherchen zur Situation indigener Völker sowie die Analyse filmischer Gestaltungsmittel vertiefen das Verständnis für die komplexen gesellschaftlichen und religiösen Fragestellungen. Der Film eignet sich damit sowohl als Ausgangspunkt für Unterrichtseinheiten zu Menschenrechten und Schöpfungsverantwortung als auch für die Behandlung globaler Gerechtigkeit und interkulturellen Lernens.
"Inhalt: Der Film behandelt das konfliktreiche Verhältnis zwischen der indigenen Bevölkerung der Guarani-Kaiowá und den weißen Großgrundbesitzern im brasilianischen Mato Grosso do Sul. Zentrale Themen sind Landraub, kulturelle Identität, Umweltzerstörung und Widerstand. Die Ureinwohner werden dabei nicht als passive Opfer, sondern als aktive Subjekte ihres Kampfes dargestellt.
Themen für den Religionsunterricht: Menschenrechte, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, kulturelle und religiöse Identität, Spiritualität indigener Völker, Schöpfungstheologie.
Methoden: Arbeit mit dokumentarischen und fiktionalen Elementen, Filmanalyse, Rechercheaufgaben zu indigenem Leben und Regenwaldzerstörung, Rollenarbeit zu Interessenskonflikten, interkulturelle Perspektivwechsel, ethische Urteilsbildung, Verbindung mit biblischen Schöpfungstexten, Gruppenarbeit, Diskussionen, Gestaltung von Plakaten oder Präsentationen zu Umwelt- und Menschenrechtsfragen.
Didaktik: Der Film eignet sich zur Förderung von Empathie und Perspektivenübernahme sowie zur Reflexion über Gerechtigkeit und globale Verantwortung. Aufgrund der ruhigen Inszenierung und authentischen Darsteller kann ein intensives Nachdenken über kulturelle Diversität und spirituelle Weltbilder angeregt werden."