Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht und den Ethikunterricht in der Sekundarstufe II. Nach einer gemeinsamen Filmsichtung können die Lernenden zunächst Jennys Lebensziele, Wünsche und Entscheidungen analysieren und ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung nachvollziehen. Anschließend bietet sich eine Diskussion über die Bedeutung von Bildung, persönlicher Freiheit, Liebe, Verantwortung und moralischer Urteilsfähigkeit an. Die Figuren des Films können hinsichtlich ihrer Motive, Werte und ihres Einflusses auf Jennys Entscheidungen untersucht werden. Darüber hinaus ermöglicht der Film eine Auseinandersetzung mit Fragen nach Wahrheit und Täuschung, Vertrauen, Selbstachtung sowie der Bedeutung von Reife und Lebenserfahrung. Im Religionsunterricht können biblische Vorstellungen von Weisheit, Menschenwürde, Freiheit und verantwortlichem Handeln mit den Erfahrungen der Hauptfigur in Beziehung gesetzt werden. Kreative Schreibaufgaben, Rollenspiele, Debatten, Figurenanalysen, Filmanalysen sowie Perspektivwechsel fördern die Reflexionsfähigkeit der Lernenden. Der historische Hintergrund der sechziger Jahre eröffnet zudem Möglichkeiten für einen fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte, Englisch oder Politik und unterstützt die Einordnung gesellschaftlicher Rollenbilder und Bildungswege.
"Einsatz ab der 10. Klasse sowie ab 15 Jahren in der Jugendbildung. Geeignet für die Fächer Englisch, Ethik, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Geschichte. Themenschwerpunkte sind: Erwachsenwerden, Pubertät, Träume, Lebensentwürfe, Geschlechterrollen, Bildung und Liebe. Diskutiert werden kann, welche Rolle Bildung und Beruf für junge Frauen in den 1960er-Jahren spielten, inwiefern Jenny sich gegen oder im Sinne tradierter Rollenbilder entwickelt, und wie soziale Erwartungen den Lebensweg beeinflussen.
Mögliche Methoden: Filmanalyse, biografische Schreibaufgaben, Rollenspiele, Debatten zur Gleichstellung, kreative Aufgaben (z. B. Tagebuch Jennys, Brief an David), Vergleich mit historischen Quellen zu Frauenrollen in den 60ern. Der Film ermöglicht auch Reflexion über Identität und Selbstbestimmung – sowohl damals als auch heute."