Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium vor allem für die Sekundarstufe II sowie für ältere Lernende der Sekundarstufe I. Der Einsatz erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und eine vertrauensvolle Unterrichtsatmosphäre. Vor der Filmsichtung sollten die Lernenden über den sensiblen Inhalt informiert werden und wissen, an wen sie sich bei persönlichen Belastungen wenden können. Während und nach dem Film bieten sich Beobachtungsaufträge zu den Gefühlen, Entscheidungen und Beziehungen der Figuren an. Anschließend können Fragen nach dem Wert des menschlichen Lebens, nach Hoffnung, Verzweiflung, Verantwortung füreinander und der Bedeutung von Gemeinschaft diskutiert werden. Biblische Bezüge lassen sich beispielsweise zur christlichen Hoffnung, zur Menschenwürde, zur Nächstenliebe sowie zu biblischen Erzählungen über Trost, Begleitung und neue Perspektiven herstellen. Kreative Methoden wie Tagebucheinträge, Perspektivwechsel, Gesprächsübungen oder das Erarbeiten eines Unterstützungsnetzes fördern Empathie und stärken die Fähigkeit der Lernenden, Krisensituationen wahrzunehmen und angemessen zu reagieren. Die Arbeitshilfe enthält darüber hinaus fachliche Hintergrundinformationen, methodische Hinweise sowie Materialien für einen sensiblen und verantwortungsvollen Unterricht.
"Die Filme eignen sich für den Einsatz ab 15 Jahren in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, insbesondere im Fach Ethik, Religion, Deutsch, Sozialkunde oder im Rahmen von Projekttagen zur Prävention. Themen wie psychische Gesundheit, Krisenbewältigung, Depression, Suizidprävention, Freundschaft und Identitätsfindung stehen im Fokus.
Die begleitenden Materialien und Filmkritiken ermöglichen eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema Suizid bei Jugendlichen. Methodisch können Filmanalyse, Gesprächsrunden, kreative Ausdrucksformen wie Tagebucheinträge oder Collagen, Rollenspiele, sowie Experteninputs (z. B. Schulsozialarbeit, Beratungsstellen) eingesetzt werden. Wichtig ist ein sensibler Umgang, klare Gesprächsregeln und ggf. Kooperation mit Fachpersonal. Ziel ist es, Empathie, Problembewusstsein und Wissen über Hilfsangebote zu fördern."