Didaktisch bietet das Material zahlreiche Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen und kompetenzorientierten Religionsunterricht der Sekundarstufe. Die abwechslungsreichen Methoden fördern eigenständiges Denken, Perspektivwechsel und moralisches Urteilen. Der Einstieg kann über die Frage erfolgen, welche Regeln den Alltag der Lernenden bestimmen und weshalb Menschen überhaupt Regeln benötigen. Anschließend eignen sich die Situationskarten hervorragend für Rollenspiele, bei denen jeweils eine Version mit und eine ohne Einhaltung der Regeln dargestellt wird. Die anschließende Reflexion verdeutlicht Funktionen und Grenzen von Regeln. Besonders motivierend ist die Gerichtsverhandlung zu Regelverstößen, weil die Lernenden unterschiedliche Rollen übernehmen und Argumente aus verschiedenen Perspektiven entwickeln. Die Bildmaterialien zu Polizei, Schiedsrichter, Richter oder Passkontrolle regen Gespräche über Institutionen an, die Regeln überwachen und durchsetzen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit moralischen Dilemmata, in denen unterschiedliche Werte miteinander konkurrieren. Hier lernen die Lernenden, Argumente abzuwägen, Folgen abzuschätzen und begründete Entscheidungen zu treffen. Die Beschäftigung mit der Goldenen Regel in verschiedenen Religionen eröffnet interreligiöse Perspektiven und zeigt ihre universelle Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben. Abschließend können die Lernenden diskutieren, ob die Goldene Regel tatsächlich geeignet ist, schwierige Regelkonflikte zu lösen, und eigene Beispiele aus ihrem Alltag entwickeln. Auf diese Weise verbindet das Material religiöse Bildung, Demokratiebildung, Werteerziehung und ethische Reflexion in besonders gelungener Weise.
Der Einstieg gelingt über sechs kleine Geschichten mit nur um die fünf Sätzen. Es wird geprüft, ob die Personen darin sich an Regel halten oder nicht.
Im nächsten Schritt wird eine Gerichtsverhandlung zu einem ausgewählten Regelverstoß entwickelt. Angeklagter Staatsanwalt und Anwert werden als Rollen besetzt und ausgearbeitet.
Ein weiterer Schritt beinhaltet eine Reihe von Bildern zum Thema Kontrolle von Regeln: Polizei, Kameras, Schiedrichter und Richter etc. Die Bilder werden Begriffen aus einer Wortwolke begründet zugeordnet.
Der nachfolgende Schritt analysiert Beispiele über eine Tabelle. Dabei Werden Beteiligte, Gründe für Konflikte, Regeln, Ergebnisse bei der Einhaltung von Regeln oder beim nicht Einhalten von Regeln.
Der nächste Schritt fragt nach legitimen Gründen für zivilen Widerstand und das ignorieren bestimmter Regeln. Sechs Beispiele von Demonstranten, Robin Hood, Snowdon und Rosa Parks etc.
Nachfolgend werden Zitate aus einer Sammlung begründet ausgewählt. Dazu entstehen Situationen oder kurze Rollenspiele in denen die Zitate angewendet werden könnten. Eine Beschreibung der goldenen Regel wird entwickelt.
Dann wird die goldente Regel auf Fälle aus dem Material angewendet und überlegt, ob dies erfolgreich wäre.