Die Lernenden werden dazu angeregt, ihre eigenen Vorstellungen von Krankheit, Heilung und Befreiung mit den biblischen Texten in Beziehung zu setzen und verschiedene Deutungsmodelle kritisch zu vergleichen. Durch den Einsatz von Bildanalysen, Bibelarbeit, Unterrichtsgesprächen, kreativen Methoden wie Standbildern, Textstraßen, Stimmungslinien und Elfchen sowie vergleichenden Textanalysen erwerben sie exegetische, hermeneutische und theologische Kompetenzen. Die Gegenüberstellung historisch kritischer und tiefenpsychologischer Bibelauslegung fördert die Fähigkeit, unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven zu verstehen und zu beurteilen. Gleichzeitig eröffnet die Unterrichtsreihe zahlreiche Möglichkeiten zur persönlichen Reflexion über Erfahrungen von Angst, Ausgrenzung, Heilung, Hoffnung und Neubeginn. Dadurch werden sowohl religiöse Urteilskompetenz als auch Empathie, Perspektivwechsel und die Fähigkeit zur existenziellen Auseinandersetzung mit biblischen Texten gestärkt.
Der Einstieg gelingt über einen Textmaterial mit drei Fragen in dem der Begriff des Evangeliums untersucht wird. Dabei werden römische und biblische Perspektiven berücksichtigt. In einem weiteren Material wird der Begriff der frohen Botschaft untersucht. Diesmal anhand eines Zeitungsartikels über einen Erdgasfund.
Ein drittes Material beschäftigt sich über eine karikatur mit dem Begriff der frohen Botschaft. Diesmal ist der Bezug eine Begnadigungsurkunde.
Das nachfolgende Material thematisiert zum ersten Mal den Begriff der Besessenheit über eine weitere Karikatur. Der Begriff des Geistes wird definiert. Dies geschieht am Beispiel der Immunschwächekrankheit AIDS. Auch dort fährt quasi ein böser Geist in einem Körper. Inwiefern eine solche Darstellung möglich ist zu diskutiert.
Das nächste Material untersucht über ein Zitat von Rudolf Bultmann die Möglichkeit der Koexistenz von Wissenschaft und dem Wunderglauben in der Bibel. Dass dass sich anschließende Material stellt das Weltbild der Antike da. Es wird ein aktuelles Weltbild dazu entwickelt und verglichen. Ein weiterer Schritt behandelt die Bedeutung von Dämonen und Geistern in der antiken Welt. Das nächste Material behandelt die Heilung des Besessenen von Gerasa über ein Bild.