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Domradio | Erzbistum Köln

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Nächstenliebe als Normalzustand

Veröffentlichung:14.6.2016

In einem bewegenden Trauergottesdienst in Köln haben Familie, Freunde, Weggefährten und Flüchtlinge Abschied von Rupert Neudeck genommen. Der Schriftsteller Navid Kermani sagte in einer Ansprache nach dem Gottesdienst, nicht nur die Familie vermisse Neudeck. Dem Gemeinwesen fehle Nächstenliebe in Zeiten der Flüchtlingsnot, Versöhnung in Zeiten des Terrors, Menschenfreundlichkeit, die über das gewöhnliche Maß hinausgeht.

Das Video zeigt eine bewegende Trauerrede auf Rupert Neudeck, den Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur und einen der bekanntesten deutschen Flüchtlingshelfer. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit Bildern von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ihr Leben verlieren, und der Frage, wie Menschen auf Leid reagieren. Die Rede zeichnet das Leben Rupert Neudecks nach, der sich nicht mit Mitgefühl allein zufriedengab, sondern konkrete Hilfe leistete und Tausende Menschen rettete. Dabei werden christliche Werte wie Barmherzigkeit, Mitgefühl, Nächstenliebe, Gastfreundschaft und selbstloses Handeln hervorgehoben. Das Video regt dazu an, über die Verantwortung des Einzelnen gegenüber Menschen in Not nachzudenken und zeigt Rupert Neudeck als Vorbild für gelebten Glauben und tätige Menschlichkeit.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe in Unterrichtseinheiten zu Nächstenliebe, Diakonie, christlicher Verantwortung, Flucht und Migration oder Gewissensentscheidungen. Nach dem Ansehen können die Lernenden zentrale Aussagen der Rede herausarbeiten und diskutieren, weshalb Rupert Neudeck als Vorbild christlichen Handelns beschrieben wird. Die Verbindung mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter, dem Weltgericht in Matthäus 25 oder der Goldenen Regel eröffnet einen biblischen Zugang zur Frage nach Verantwortung für andere Menschen. Ebenso eignet sich das Video für Diskussionen über die Grenzen persönlicher Verantwortung, den Unterschied zwischen Mitgefühl und konkretem Handeln sowie über aktuelle Herausforderungen im Umgang mit Flucht und Migration. Kreative Methoden wie eine Schreibaufgabe aus der Sicht eines Geretteten, eine Podiumsdiskussion über humanitäre Hilfe oder die Entwicklung eigener sozialer Projekte fördern die persönliche Auseinandersetzung mit den Inhalten. Das Medium stärkt Empathie, ethische Urteilsfähigkeit und die Bereitschaft, christliche Werte im Alltag konkret umzusetzen. Dabei lernen die Lernenden, dass Glaube nicht nur in Worten, sondern vor allem im verantwortungsvollen Handeln gegenüber dem Mitmenschen sichtbar wird.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Biblische Orientierung (Sozialkritik des Amos, Bergpredigt

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