Die Anregung "Konsens und Dissens in der Ethik" beschreibt ab Seite zwölf jüdisches Leben in Bayern ab dem Mittelalter bis heute.
Es wird auf die historische Darstellung und Diskriminierung von Juden, wie etwa durch "versteinerte Judenbilder" an Kirchen, eingegangen. Diese Bilder symbolisierten oft die theologische Vorstellung der "blinden" Synagoga im Vergleich zur triumphierenden Kirche. Neben solchen Darstellungen wurden auch positive Aspekte wie die Duldung jüdischer Gemeinden in bestimmten Regionen Bayerns beleuchtet, z.B. in Sulzbach und Fürth. Die Entwicklung prominenter jüdischer Persönlichkeiten sowie kultureller Beiträge wird ebenfalls erwähnt, bis hin zu ihrer Auswanderung und den politischen Einflüssen im 20. Jahrhundert, wie durch Kurt Eisner.
Der Artikel beschreibt zudem die Geschichte der jüdischen Gemeinde in München und Bayern vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart. Beginnend mit der Diskriminierung und Verfolgung der Juden ab 1933, zeigt er, wie viele Juden emigrierten oder in Konzentrationslagern ermordet wurden. Nach dem Krieg kehrten einige Überlebende zurück, um jüdisches Leben neu zu etablieren, obwohl die Gemeinschaft klein blieb. Später kamen jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, was zu einer Wiederbelebung und Neugründung von Gemeinden führte, einschließlich neuer Synagogen in verschiedenen bayerischen Städten.