Die Anregung "Konsens und Dissens in der Ethik" untersucht ab Seite sieben die protestantische und die katholische Ethik und vergleicht beide.
Der Artikel behandelt die Fragen und Probleme der katholisch-evangelischen Ökumene, insbesondere bezüglich eines gemeinsamen christlichen Menschenbildes und dessen ethischer Konsequenzen. Es wird untersucht, ob und wie weit sich die christlichen Konfessionen auf ein einheitliches Menschenbild einigen können, trotz historischer und theologischer Differenzen. Die Studie "Gott und die Würde des Menschen" zeigt, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, obwohl Unterschiede bestehen bleiben. Diese Unterschiede betreffen vor allem die Interpretation von Themen wie Erbsünde, Willensfreiheit und die Rolle der Kirche. Die ökumenische Studie betont die Bedeutung einer gemeinsamen biblischen Grundlage und die Relevanz der christlichen Anthropologie für aktuelle ethische Debatten, einschließlich Menschenwürde und Menschenrechten. Abschließend wird auf die Notwendigkeit eines fortwährenden Dialogs und der Reflexion verwiesen, um eine gemeinsame ethische Grundlage zu schaffen, die politische und gesellschaftliche Relevanz hat.
Der Artikel diskutiert zudem die theologische Begründung der Menschenwürde aus freikirchlicher Sicht, indem er die Gottebenbildlichkeit des Menschen betont. Diese Konzeption sieht den Menschen nicht isoliert, sondern als in eine komplexe Beziehung eingebettet: mit sich selbst, anderen Menschen und der Welt. Die Gottebenbildlichkeit wird als Grundlage der relativen Autonomie des Menschen gesehen, die ethische Fragestellungen in verschiedenen Kontexten leitet. Weiterhin wird die Sozialität des Menschen im Rahmen der Gottebenbildlichkeit beleuchtet, betonend, dass der Mensch als Beziehungswesen existiert und seine Sozialität in diese eingebettet ist.