Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenfeldern Menschenwürde, Weltkirche, Schöpfungsverantwortung, Frieden, Flucht, Solidarität, globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Verantwortung und christliches Handeln eingesetzt werden. Die authentischen Reportagen ermöglichen den Lernenden einen Perspektivwechsel und zeigen, wie Kirche weltweit auf Krisen reagiert und Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet.
Als Einstieg eignet sich die Analyse des Titelbildes oder ausgewählter Fotografien aus dem Tschad und dem Niger. Die Lernenden beschreiben ihre Beobachtungen und formulieren Vermutungen über die Lebensbedingungen der dargestellten Menschen. Anschließend vergleichen sie ihre Erwartungen mit den Reportagen. Während der Erarbeitung bietet sich ein Gruppenpuzzle an, bei dem unterschiedliche Themen wie Corona Pandemie, Ernährungssicherheit, Klimawandel, Landwirtschaft, Flüchtlinge, Religionsfreiheit, Friedensarbeit oder Entwicklungszusammenarbeit untersucht werden. Die Ergebnisse werden anschließend in Form von Lernplakaten, Expertenvorträgen oder digitalen Präsentationen zusammengeführt.
Die Reportage aus dem Tschad eröffnet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Folgen von Klimawandel, Wasserknappheit und Armut sowie mit der Frage, wie Gemeinschaften durch gegenseitige Unterstützung Krisen bewältigen. Die Lernenden analysieren die Bedeutung gemeinschaftlicher Projekte wie Getreidebanken, Frauengruppen oder Gesundheitsstationen und setzen diese mit christlichen Vorstellungen von Solidarität und Nächstenliebe in Beziehung. Das Porträt von Fatouma Marie Thérèse Djibo ermöglicht eine Auseinandersetzung mit Friedensarbeit, interreligiösem Dialog und der Rolle von Frauen als Brückenbauerinnen in Konfliktregionen. Die Beiträge über das Flüchtlingslager Moria fördern Gespräche über Menschenrechte, Flucht, europäische Verantwortung und christliche Nächstenliebe. Die Berichte über die Einschränkung der Religionsfreiheit in China regen zur Diskussion über Glaubensfreiheit und die Situation von Christinnen und Christen weltweit an.
Methodisch eignet sich das Medium besonders für Bildanalysen, Gruppenarbeit, Stationenlernen, Debatten, Rollenspiele, Perspektivwechsel, Interviews, Tagebucheinträge, Podcasts oder projektorientiertes Lernen. Die Lernenden können eigene Handlungsmöglichkeiten für nachhaltiges und solidarisches Handeln entwickeln und diese mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sowie biblischen Impulsen zur Verantwortung für den Mitmenschen verbinden. Das Medium unterstützt einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, der globale Zusammenhänge sichtbar macht und Empathie, Urteilskompetenz sowie gesellschaftliche Verantwortung fördert.