Didaktisch ist das Material als Doppelstunde aufgebaut und kombiniert verschiedene Lernformen. Zu Beginn erfolgt ein Einstieg über einen Bildvergleich, der den Wandel zwischen vorindustrieller und industrialisierter Gesellschaft verdeutlicht und eine Leitfrage aufwirft. In der anschließenden Erarbeitungsphase wird ein Film in mehreren Abschnitten gezeigt, der die wichtigsten Aspekte der Industrialisierung vermittelt. Darauf folgt eine Arbeitsphase, in der die Schülerinnen und Schüler mithilfe verschiedener Arbeitsblätter selbstständig zentrale Themen erarbeiten. Dabei gibt es sowohl Pflichtaufgaben zu grundlegenden Inhalten als auch Wahlaufgaben zur Vertiefung, beispielsweise zur Quellenarbeit oder zu Umweltproblemen. Am Ende der Stunde werden die Ergebnisse zusammengeführt und reflektiert.
Das Unterrichtsmaterial „Revolution der Technik“ von Planet Schule besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Einzelmaterialien, die gemeinsam eine vollständige Unterrichtseinheit zur Industrialisierung bilden. Diese Materialien setzen sich vor allem aus einem Film sowie verschiedenen Arbeitsblättern zusammen, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben.
Zentral ist zunächst der Unterrichtsfilm, der in mehrere Abschnitte gegliedert ist und die wichtigsten Aspekte der Industrialisierung anschaulich erklärt. Im ersten Teil wird der Beginn der Industrialisierung dargestellt, insbesondere die Bedeutung technischer Erfindungen wie der Dampfmaschine und die Entstehung von Fabriken. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich stärker mit konkreten Wirtschaftsbereichen, vor allem der Landwirtschaft und der Textilindustrie, und zeigt, wie Maschinen dort die Produktionsweisen veränderten. Im dritten Teil werden schließlich die Folgen der Industrialisierung thematisiert, sowohl positive Entwicklungen wie wirtschaftliches Wachstum als auch negative Aspekte wie Umweltprobleme und soziale Missstände.
Ergänzend dazu gibt es mehrere Arbeitsblätter, die als sogenannte Lerntheke organisiert sind und unterschiedliche Niveaus sowie Themen abdecken. Ein erstes grundlegendes Arbeitsblatt führt in den Begriff der Industrialisierung ein. Hier setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Definitionen auseinander und erarbeiten zentrale Merkmale dieses historischen Prozesses. Ein weiteres Basis-Arbeitsblatt behandelt die Eisenbahn und ihre Bedeutung für Transport, Handel und Mobilität. Die Lernenden analysieren dabei, warum die Eisenbahn als Symbol der Industrialisierung gilt. Ein drittes Pflichtarbeitsblatt widmet sich der Textilindustrie, die als eine der ersten industrialisierten Branchen gilt. Hier wird untersucht, wie sich die Produktion durch Maschinen verändert hat und welche Auswirkungen dies auf Arbeiterinnen und Arbeiter hatte.
Darüber hinaus stehen Vertiefungsmaterialien zur Verfügung, aus denen die Lernenden auswählen können. Ein Arbeitsblatt zu Maschinen und Erfindungen beschäftigt sich genauer mit technischen Innovationen und deren Funktionsweise beziehungsweise Bedeutung. Ein weiteres Material bietet eine Quellenarbeit zur Eisenbahn, bei der historische Texte oder Abbildungen analysiert werden. Ziel ist es hier, den Umgang mit historischen Quellen zu üben und eigene Schlüsse daraus zu ziehen. Ein zusätzliches Arbeitsblatt thematisiert die Umweltprobleme der Industrialisierung und lenkt den Blick auf die negativen Folgen des technischen Fortschritts, etwa Verschmutzung und Ressourcenverbrauch.
Alle Materialien sind so gestaltet, dass sie eigenständiges Arbeiten ermöglichen. Häufig enthalten sie Arbeitsaufträge, Leitfragen und Möglichkeiten zur Selbstkontrolle. Insgesamt ergänzen sich Film und Arbeitsblätter, indem der Film einen Überblick und anschauliche Beispiele liefert, während die Arbeitsblätter eine vertiefte, strukturierte Auseinandersetzung mit einzelnen Themenbereichen ermöglichen.