Das Video bietet eine fundierte Einführung in eines der zentralen Themen der Verkündigung Jesu: das Reich Gottes. Ausgehend von der Beobachtung, dass dieser Begriff im Neuen Testament sehr häufig vorkommt, untersucht das Video sowohl seine inhaltliche als auch seine zeitliche Bedeutung. Dabei werden die alttestamentlichen Wurzeln der Vorstellung vom Reich Gottes aufgezeigt und die Besonderheiten der Botschaft Jesu herausgearbeitet. Das Video erläutert, dass das Reich Gottes nicht als geografischer Ort verstanden werden sollte, sondern als die Herrschaft Gottes, die sich in der Person Jesu, in seinen Wundern, in der Bergpredigt und in seinen Gleichnissen zeigt. Darüber hinaus werden verschiedene neutestamentliche Aussagen zur Frage behandelt, wann das Reich Gottes kommt. Dabei wird deutlich, dass es nach christlichem Verständnis bereits gegenwärtig erfahrbar ist und zugleich noch auf seine Vollendung wartet. Abschließend wird eine theologische Deutung vorgestellt, die das Reich Gottes in Erfahrungen von Liebe, Vertrauen und Barmherzigkeit bereits im Hier und Jetzt sichtbar werden lässt.
Welche Aussagen zum Inhalt und zum Zeitpunkt des Reiches Gottes werden in der Bibel gemacht? In dem Video sind verschiedene Erläuterungen dazu.
Jesus verwendet den Begriff über 120 Mal im Neuen Testament, ohne jedoch genau zu erklären, was damit gemeint ist. Im Video wird ein Blick auf die inhaltliche und zeitliche Dimension dieses Begriffs geworfen. Das Reich Gottes wird als positiv und anders als alles Bekannte dargestellt. Die inhaltliche Vorstellung wird durch Jesu Person, Taten und Worte deutlich. Im Griechischen bedeutet es "basileus Tutu", jedoch sollte es nicht als räumlicher Herrschaftsbereich verstanden werden. Es wird als etwas Positives, Heilendes und Gutes für die Menschen beschrieben. Die zeitliche Dimension ist nicht klar definiert, es gibt unterschiedliche Aussagen im Neuen Testament. Einige deuten darauf hin, dass das Reich Gottes individuell nach dem Tod erreicht wird, während andere auf ein Weltgericht am Ende der Zeit hinweisen. Die Bitte Jesu in der Bergpredigt, "dein Reich komme", zeigt sowohl das Zukünftige als auch das Jetzt. Die theologische Idee von "schon jetzt und noch nicht" betont den Zustand des Reiches Gottes. Die Auslegung des Schweizer Theologen Hans Würth zeigt, dass die Gleichnisse Jesu außergewöhnliche Bilder aus der Welt und dem menschlichen Leben verwenden, um die außergewöhnliche Liebe und das Vertrauen im Reich Gottes zu verdeutlichen.