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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Die Freundschaft mit dem Herrn

Veröffentlichung:24.3.2020

Das Video führt in die Reihe „Das eine Notwendige: die Freundschaft mit dem Herrn“ ein. Ausgehend von einer ärztlichen Beobachtung, dass Menschen oft erst in Krisenzeiten zu grundlegender Veränderung bereit sind, deutet Bischof Stefan Oster eine Zeit der Krise als mögliche Zeit der Umkehr. Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen dem Dringlichen und dem Wesentlichen. Das Dringliche bestimmt häufig den Alltag, während das Wesentliche leicht übersehen wird. Für den christlichen Glauben wird die Beziehung zu Christus und zum Vater als diese wesentliche Grundbeziehung gedeutet. Anhand der Erzählung von Maria und Marta aus dem Lukasevangelium entfaltet das Video, was mit dem „einen Notwendigen“ gemeint ist: das Hören auf Jesus, die Pflege der Gottesbeziehung und das Einüben einer Freundschaft mit Christus, die den Blick auf sich selbst, auf andere Menschen und auf die Welt verändern kann.

Was ist im Leben nur dringlich - und was wesentlich? Und was ist das eine Notwendige (Lk 10,42)? Start einer Video-Serie über: "Das eine Notwendige - die Freundschaft mit dem Herrn"

Das Video erzählt von einem Erlebnis beim Arzt. Menschen sind oft erst nach einer Krise zu einer Veränderung bereit sind. Der Sprecher sieht in der aktuellen globalen Krise eine Chance zur Bekehrung und reflektiert über das Dringliche und das Wesentliche im Leben.

Der Sprecher macht einen Unterschied zwischen dem, was dringend erscheint und dem, was wirklich wesentlich ist. Er betont die Wichtigkeit der Beziehung zu Christus als der zentralen Beziehung im Leben. Das höchste Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben, wird als Grundlage für ein tieferes Verständnis des Glaubens und einen besseren Umgang mit der Welt und den Mitmenschen betrachtet. Die Botschaft bezieht sich auf die Szene aus dem Lukas-Evangelium, in der Maria und Martha Jesus empfangen. Martha ist mit vielen Vorbereitungen beschäftigt, während Maria einfach Jesus zuhört. Jesus sagt, dass nur eine Sache notwendig sei, und lobt Maria dafür, dass sie das Bessere gewählt hat. Der Sprecher hebt die persönliche Beziehung zu Jesus als das Eine Notwendige hervor und erklärt, dass dies wichtig ist, um Gott zu lieben und zu erkennen. Er betont, dass Jesus der einzige Weg zum Vater ist und dass die Freundschaft mit ihm das Wesentliche im Glauben ist. In den kommenden Videos möchte der Sprecher vertieft über die Freundschaft mit dem Herrn nachdenken.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders als Impuls zu Fragen nach Lebensprioritäten, Krisenerfahrungen, Umkehr, Spiritualität und christlicher Nachfolge. Die Lernenden können zunächst aus ihrer eigenen Lebenswelt heraus überlegen, was in ihrem Alltag als dringend erscheint und was sie als wirklich wesentlich empfinden. Daraus kann eine Kartenabfrage, ein Schreibgespräch oder eine Positionierungsübung entstehen. Anschließend lässt sich die im Video zentrale Gegenüberstellung von Dringlichem und Wesentlichem vertiefen, indem die Lernenden Beispiele aus Schule, Familie, Freundschaft, digitaler Kommunikation und persönlicher Zukunftsplanung sammeln. Die biblische Erzählung von Maria und Marta bietet sich für eine szenische Erarbeitung an: Die Lernenden können die Perspektive Martas, Marias oder Jesu einnehmen, innere Monologe verfassen oder ein Streitgespräch darüber führen, ob Hören, Tun, Gastfreundschaft und Sorge gegeneinander ausgespielt werden oder in ein neues Verhältnis gebracht werden. Besonders ergiebig ist die Frage, ob Jesu Wort vom „einen Notwendigen“ als Abwertung praktischer Arbeit verstanden werden muss oder vielmehr als Hinweis auf eine innere Ausrichtung, aus der Handeln erst seine Tiefe gewinnt. In höheren Jahrgangsstufen kann das Video mit dem Doppelgebot der Liebe verbunden werden, weil es die Gottesliebe, die Nächstenliebe und die Selbstannahme in einen Zusammenhang stellt. Methodisch kann eine Auseinandersetzung mit dem missionarischen Charakter des Mediums sinnvoll sein: Die Lernenden analysieren Sprache, Adressatenkreis und Glaubensvoraussetzungen des Sprechers und prüfen, welche Aussagen sie teilen, anfragen oder aus einer suchenden Perspektive weiterdenken möchten. So kann das Video sowohl zur Erschließung katholischer Spiritualität als auch zur reflektierten Auseinandersetzung mit der Frage beitragen, was Menschen in Krisenzeiten trägt und welche Beziehungen dem Leben Orientierung geben.

Hessen

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E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

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