Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium hervorragend zur Auseinandersetzung mit den Themen Menschenwürde, Inklusion, Selbstwirksamkeit, Mut und Hoffnung. Nach der Sichtung können die Lernenden zunächst beschreiben, welche Gefühle sie bei den Teilnehmenden wahrnehmen und welche Situationen sie besonders beeindruckt haben. Anschließend bietet sich ein Unterrichtsgespräch über persönliche Ängste, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse an. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Hindernisse Menschen in ihrem Alltag überwinden müssen und welche Rolle Gemeinschaft, Unterstützung und Vertrauen dabei spielen. Methodisch bietet sich die Arbeit mit Standbildern, Perspektivwechseln oder inneren Monologen an. So können die Lernenden beispielsweise einen inneren Dialog von Nadine vor ihrer ersten Fahrt auf der Rampe formulieren oder beschreiben, welche Gedanken David Lebusa bei der Unterstützung der Teilnehmenden bewegen. Aus theologischer Perspektive lassen sich Bezüge zum christlichen Menschenbild herstellen. Die Lernenden können erarbeiten, dass jeder Mensch unabhängig von seinen körperlichen Voraussetzungen eine unveräußerliche Würde besitzt und dass Vielfalt eine Bereicherung für Gemeinschaften darstellt. Darüber hinaus können biblische Geschichten von Heilung, Ermutigung und Vertrauen aufgegriffen werden, um die Erfahrungen der Teilnehmenden mit religiösen Deutungsmustern in Verbindung zu bringen. Das Video eröffnet damit einen lebensnahen Zugang zu Fragen von Teilhabe, Anerkennung und gelingendem Leben.
Der Einstieg gelingt über einen Impuls: " stell dir vor du hast einen Unfall und kannst von einem Augenblick auf den anderen deine Beine nicht mehr bewegen. Wie fühlt sich das an? Wie kommst Du zukünftig vorwärts."
In Gruppenarbeit werden über einen Rollenspiel diese Gefühle nachvollzogen. Dazu werden über Tücher oder Seile die Beine der lernenden immobilisiert. Die erlebten Gefühle und Eindrücke werden besprochen. In Gruppenarbeit werden Einschränkungen des Alltags im Leben von Rollstuhlfahrern gesammelt. In einem dritten Schritt wird das Video analysiert. Es entsteht ein Zeitstrahl zum Leben von David Lebuser. Es wird zudem ein Lebensmotto entwickelt.
Abschließend wird allgemeine Krisenbewältigung trainiert. Dazu werden eine Reihe von Sätze vervollständigt: " wenn ich plötzlich an meinen Beinen gelähmt wäre würde ich,..." etc.